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deuten, dass die Statistik hier in der Hauptsache nach demUeberwiegen des einen Geschäftszweiges über den andernunterschieden hat.
Ausser den Angaben für Haupt- und Nebenbetriebeund für die gewerbtätigen Personen gibt die Statistik d. J-1907 die Zahl der beschäftigten Arbeiter an. Da dieseAngabe nur in der Statistik von 1907 vorkommt, so willich diese Zahlen vorweg erläutern. Die Zahl der Haupt-und Nebenbetriebe und die Zahlen der gewerbtätig beschäftigtenArbeiter stehen sozusagen im Handel mit Getreide imumgekehrten Verhältnis zu den vom Handel m. a. land-wirtschaftlichen Produkten, nämlich
in Rgbz. Bromberg
H. m. G. 1 * )
210
29
H. 3 ) t' 95
N. a ) aber
292
Arbeiter
H. m. a. 1. P. 4 )
486
114
„ Rgbz. Posen
H. m. G.
361
, 87
352
H. m. a. 1. P.
728
” 1 165
n *
244
n
„ Prov. Posen
H. m. G.
1704
, 308
644
H. m. a. 1. G.
1214
" ' 116
n n
358
n
Der Getreidehandel
benötigt also viel mehr
Arbeiter
als der Handel mit anderen landwirtschaftlichen Produkten,woraus man schliessen kann, dass der Handel mit Getreide-sich viel mehr mit der Verarbeitung seiner Ware beschäftigtals der Handel mit anderen landwirtschaftlichen Produkten,und dass die vornehmlich dem Getreidehandel obliegendenGeschäfte durchschnittlich viel grösser sind und mehrHilfskräfte benötigen als die anderen.
Eine Ausnahme hierin bildet der Kreis Schrimm, woim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten verhältnis-mässig mehr Arbeiter beschäftigt sind als im GetreidehandelEine Erklärung hierfür vermag ich nicht zu geben.
Um durch einen Vergleich der Ergebnisse vom Jahre1895 und 1907 einen Rückschluss ziehen zu können, muss
9 H. m. G. — Handel mit Getreide.
-) H. Hauptbetriebe.
3 ) N. Nebenbetriebe.
4 ) H. m. a. 1. P. = Handel mit anderen landwirtschaftlichenProdukten.