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Ein Vergleich der Ergebnisse vom Jahre 1895 und 1907kann vier Tatsachen ergeben.
I. Die Zahl der Betriebe und die Zahl der gewerbtätigen
Personen weisen eine Steigerung auf. Die Schlussfolgerungist: der Getreidehandel ist im Aufblühen begriffen. Es
bleibt aber noch zu unterscheiden, ob die Steigerung dergewerbtätigen Personen verhältnismässig höher ist als dieder Betriebe oder niedriger. Im ersten Fall (Ia) würde derGetreidehandel ausser dem absoluten Aufblühen noch aufdie Tendenz einer Vergrösserung der einzelnen Betriebe imDurchschnitt hinweisen. Im zweiten Fall (1b) wurden dieZahlen freilich auch auf ein Aufblühen des Getreidehandelshinweisen, doch zu dem Schluss führen, dass der einzelneBetrieb durchschnittlich kleiner wird.
II. Die Zahl der Betriebe nimmt ab, die Zahl der
gewerbtätigen Personen nimmt zu. Dann ist die Schluss-folgerung: der Getreidehandel konzentriert sich, er gibt
in weniger Betrieben mehr Personen ein Feld der Betätigung,von einem Niedergang des Getreidehandels kann nicht dieRede sein.
III. Die Zahl der Betriebe nimmt zu, die Zahl dergewerbtätigen Personen nimmt ab: dann sind die einzelnenBetriebe durchschnittlich sehr viel kleiner geworden, trotzihrer absolut grösseren Zahl geben sie einer nicht nurrelativ, sondern auch absolut geringeren Zahl von Personeneine Arbeitsgelegenheit, so dass im Resultat ein relativerNiedergang des Getreidehandels zu vermerken ist.
IV. Die Zahl der Betriebe und die Zahl der gewerb-tätigen Personen nimmt ab. Schlussfolgerung: Der Getreide-handel ist im Niedergang begriffen. Dabei muss man analogdem (ad. I.) unterscheiden, ob die Zahl der gewerbtätigenPersonen verhältnismässig mehr sinkt als die der Betriebeoder weniger.
zwischen 1895—1907 liegt, so nehme ich an, dass die kleinenAbweichungen in der Bodenbenutzung von den Angaben für 1900ohne Belang sein werden.
Selbstverständlich ergeben die beiden Stadtkreise von Posenund Bromberg, welche einen kleineren Gebietsumfang aufweisen,dann errechnete Grössen, sodass man dieselben nur mit Vorbehaltbenutzen kann.