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Die Folgerung, die aus diesen Tatsachen zu ziehenist, ist die, dass mit Ausnahme der Stadtkreise, die auf denTeritorium der Provinz gelegenen Betriebe die Tendenzaufweisen, sich gleichmassiger zu verteilen, oder mit andernWorten gesagt, der Getreidehandel pässt sich den Pro-duktionsgebieten an, ein Zeichen, dass im Getreidehandclder Handel mit Getreide die Oberhand gewinnt über denBanquierberuf.
Selbstverständlich muss man nicht ausser acht lassen,dass der Boden von verschiedener Güte ist, und dassnicht die Grosse der angebauten Fläche, sondern derKornertrag für den Handel massgebend ist.
Förderung des Genossenschaftswesensseitens der Produzenten.
Auch die Entstehung und Entwicklung des Genossen-schaftswesens weist auf die Aenderung des Verhältnisseszwischen dem Getreidehandel und den Produzenten hin.
Zielen doch die Landwirte in den Genossenschaftenvereint darauf hin, den Getreidehandel zu umgehen oderwenigstens teilweise zu ersetzen. Es bleibt zu untersuchen,inwieweit die Genossenschaften die Entwickelung desGetreidehandels beeinflussen, welchen volkswirtschaftlichenWert sie haben und wie weitgehend die Entwickelungs-möglichkeit zu beurteilen wäre.
In der Tabelle X sind neben den Statistischen Angabenfür die einzelnen Kreise, die bis zum Jahre 1907 gegründetendem Getreidehandel obliegenden Genossenschaften undihre Zentralen, nach Verbänden geordnet, aufgezeichnet.
Aus den Jahren vor 1895 stammen nur der ZentralEin- uud Verkaufs Verein Posen, die GenossenschaftenRogasen und Samter (Sp. 25), alle anderen 66 Vereinigungender Produzenten sind zwischen 1895 und 1907 gegründetworden.
Die Bedeutung der Genossenschaftenim Getreidehandel.
Während derselben Zeit sind nach Tabelle IX. 81 HauptDbetriebe und 68 Nebenbetriebe, zusammen 149-Betriebe