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Der Getreidehandel in der Provinz Posen / von Władysław Hedinger
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die 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts, da suchte derLandwirt den Getreidehändler auf und dieser diktierte dieBedingungen, heute haben sie die Rollen gewechselt. DerLandwirt bekommt leicht Kredit von den Kreditinstituten,der Grosshändler aber braucht sein Getreide, und jetztdesto mehr, da' er infolge des Eingreifens der reinenKreditinstitute, wie z. B. der Darlehnskassen usw., welchedtem Kreditbedürfnis der Landwirte entgegen kommen undso für die Landwirte zu Banquiers werden) mehr Kapitalienzur Verfügung hat und diese nun im reinen Getreide-geschäft a'nlegen muss, um sie zu beschäftigen.

: Dieser Umschwung in dem Verhältnis zum Produzenten

zeigt sich auch deutlich in der Entwickelung des Getreide-handels, wie ihn die Zahlen der Statistik schildern.

Zurückgehen der Bedeutungdes Getreidehändlers als Banquier.

Errechnet man in Tabelle X aus Spalte 9, 10, 16und 17 für die einzelnen Gruppen den Durchschnitt derauf 10.000 ha Acker- und Gartenland entfallende Zahl der

Betriebe

und der

gewerbtätigen

Personen in den

Jahren

1895 und 1907* so

i bekommt man folgende Zahlen.

Betriebe. Gewerbt. Pers.1895

Betriebe. Gewerbt. Pers.1907

Gruppe

Ia 7,85

9,34

11,04

16,76

»

Ib 7,19

9,78

9,19

11,99

n

II 8.63

12,31

7,97

16,00

n

III 11,70

17,94

15,56

16,89

»

IVa 14,43

21,27

10,92

19,03

M

iVb 9,46

13,75

7,26

8,54

Es zeigt sich, dass diejenigen drei Gruppen, die imJahre 1895 die kleinste Zahl an Betrieben und gewerbtätigenPersonen aufweisen konnten, die Zahl ihrer Betriebe (mitAusnahme von Gruppe II) und vor allem alle die dergewerbtätigen Personen vermehrt haben. Dagegen weisendie Gruppen mit den hohen Ziffern eine Abnahme auf.(Die Stadtkreise sind ausgenommen).