So sollte von der genannten Kommission als Bruttogewinnangenommen werden:
bei Getreide 20 Pfg. pro Zentner
„ Kleie 25 , „
„ Kuchen 25 „ „
„ Düngstoffen 20 „
Diese Sätze sind aber bei der schon seit Jahren an-haltenden misslichen Lage des Handels in den bezeichnetenWaren, die nicht zum wenigsten durch die scharfe Konkurrenzder landwirtschaftlichen Genossenschaften veranlasst wordenist, offenbar zu hoch. Der Bruttogewinn im Handel mitGetreide und Futterstoffen beträgt durchschnittlich nich mehrals 10 bis 15 Pfg., für Düngemittel 5 bis 10 Pfg. proZentner usw....“ Somit ist der Verdienst nach diesemZeugnis bei Getreide um ca. 25 bis 50°/o> bei Düngemittelnsogar um 50 bis 75°/o verringert worden.
Diese Entwickelung der Genossenschaften geht alsoHand in Hand mit der Aenderung des Verhältnisses zwischenProducenten-und Händlern.
Wie wäre nun dieses Genossenschaftswesen von volks-wirtschaftlichen Standpunkt aus zu beurteilen?
Vom privatwirtschaftlichen Sonderinteresse des freienHandels aus betrachtet, ist das Entstehen und die Entwik-kelung zu verurteilen. Denn die Genossenschaften habendem freien Handel geschadet. Allein vom Standpunkte de rVolkswirtschaft aus kann man die Entwickelung, die einegesunde Abwehr der Produzenten gegen eine Ausbeutebedeutet, nur als heilsam bezeichnen. Sodann wird dieUnmenge von den kleinen Leuten, die wirklich wenigProduktives leisten, dadurch ersetzt, dass die Genossenschaftenihre Mitglieder dahin bringen, nur gute marktgängige Warezu produzieren. Der kleine Händler bleibt der Volkswirt-schaft erspart und sie kann seine Kräfte zu anderen mehrproduktiven Erwerbszweigen verwerten.
Auswüchse des Genossenschaftswesensbesonders in der Provinz Posen
Leider weist .aber das Genossenschaftswesen gerade inder Provinz .Posen (ausser der in der Litteratur schon