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Wie schon früher gesagt, ist sowohl bei den Ostrowo ’erwie auch bei den Kalischer Mühlen in den aufgestelltenBerechnungen ein Mahlgeld nicht in Ansatz gekommen.
Bei der Ausbeute von 45% ist ausser dem Mahlgeldeein Vorteil von Mk 2,70 per Sack nachgewiesen. Das be-deutet für die neuen Mühlen in Kalisch, die zusammen300 To, verarbeiten werden: zusammen 300 To. ä 45%1350 Sack ä Mk 2,70 = Mk 3645,—. Mk 3645,- proTag Sondervorteil!
Der Absatz des Mehles in Russland ist aber nichtweniger gewinnbringend. Ende Juni d. Js. hat sich beider Breslauer Notiz von Mk 13,90 per 100 Kilo Roggennach Kalisch Mk 14,05 — Mk 5 — Mk 9,05 per 100 Kilogestellt.
Gleichzeitig war ein 40—45%iges Mehl in Warschau im Grossverkehr mit Rub. 6,50 per Sack von 5 Pud schlankunterzubringen d. h. bei einem Kurse von 216 und 1 Pud= 17,10 per 100 abzüglich der Fracht Kalisch-Warschauvon 7,35 Kop. p. Pud — Mk 0,95 p. 100 Kilo = Mk 16,25und wenn schliesslich der mitzuliefernde Sack anteilig mit0,25 Mk abgerechnet wird, werden für 100 Kilo Mehl reinnetto Mk 16,— ab Kalisch erzielt.
Zur selben Zeit waren die Müllereirückstände nacheiner Ausbeute von 45% — als Kleie zollfrei wieder einge-führt — mit 10 Mk per 100 Kilo schlank abzusetzen.
Was die Zahlen: Mk 9,05 für 100 Ko. Roggen„ 16,— für 45 Ko. Mehl
„ 10,— für 50 Ko. Kleiebedeuten ergibt folgende Rechnung:
45 Ko. Mehl ä Mk. 16,— Mark 7,20
50 Ko. Kleie ä „ 10,— „ 5,—
Mark 12,20davon ab für Roggen „ 9,05
verbleiben an Mahlgeld Mark 3,15für 100 Kilo oder Mark 31,50 per Tonne.
Bei einer Leistung der neuen Mühlen pro Tag von300 To. ä Mk 31,50 Mark 9.450 —
Davon seien in Abzug gebrachtfür 300 To. Mahlgeld (45% Ausbeute) ä 7.—2.100,—
Netto Nutzen pro Tag Mark 7.350,—