Druckschrift 
Über die Ursachen der heutigen socialen Noth [sozialen Not] : ein Beitr. zur Morphologie d. Volkswirthschaft ; Vortr. gehalten beim Antritt d. Lehramts an d. Univ. Leipzig am 27. Apr. 1889 / von Lujo Brentano
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

34

to tlis material8 upon vliieli it is liegtmved; and in tlus siiare con-8i8ts I>is zirokit. It sometimes üa^pens, indeed, tnat a singte inde-I>endent >vorkman bas stoek xulLeient dotii to purcbase tlis Materialsot Iiis vorlc, and to niaintain irimselt till it be eoinnletecl. 18 botlimaster and vorkman, and ensoxs tlis vliole rirodnce ok dis ovn 1a-Iiour, or tbe vliolv value vkiclr it add8 to tns Materials upon vliiolrit is bsstmvsd. It ineludes vdat are usuall/ t>vo äistinct revenuss>>elonging to two distinet persons, tlio prokits ok stock, and tbs vagesok laliour. Lueli eases, Iiovsvsr, arg not vsr^ kreliusnt ete.^

Vielleicht erregt e-Z Verwunderung, daß ich, bei der großen Ver-breitung des "VVsaitli ok Kations die vorstehende Stelle in extenso zumAbdruck gebracht habe. Allein A. Smith wird heute weit weniger gelesenals die Ausführungen der Socialisten, welche alle in der vorstehendenStelle wurzeln. Es giebt wenig in den Letzteren, was nicht im Keime im Vor-stehenden enthalten wäre. Andererseits findet sich heute auch noch beiOekonomisten die Lohnarbeit damit begründet, daß der Arbeiter, ohneUnterhalt-Mittel, daraus angewiesen sei, daß ihm ein Anderer währendder Arbeit das zum Leben Nöthige vorschieße, der dafür einen Antheilam Producte beanspruchen könne. Als ob nicht schon die Jnstitutionistenlehrten, daß bei der locatio conductio aperarum der die opsrae Zu-sagende mit der Erfüllung vorangehen muß und erst dann Zahlung desLohnes beanspruchen kann (vgl. Scheurl , Lehrbuch der InstitutionenH 133); als ob ferner der Arbeiter heute nicht regelmäßig eine Woche lang,in vielen Gewerben zwei oder vier Wochen lang, in der Bergwerksindustrieregelmäßig drei Monate lang arbeiten und sich während dieser Zeit selbsterhalten müßte, bevor ihm sein Lohn ausgezahlt wird; und als ob nichtin vielen Jndustricen, z. B. bei den meisten, welche sllr den Kricgsbedarfauswärtiger Mächte arbeiten, die Bezahlung der Bctriebsunternehmerseitens der Besteller der Inangriffnahme der Bestellung vorausginge,während die Arbeiter erst nach Verrichtung von wöchentlicher, monat-licher oder dreimonatlicher Arbeit gelohnt werden. Wenn der Gewinndes Betricbsunternehmcrs nnd der Lohn des Lohnarbeiters in der Thatnur in der Darlegung A. Smith's seinen Grnnd hätte, wonach derErstere, im Besitze der Productious- und Unterhaltsmittel des Ar-beiters, diesem für Ueberlajsung derselben einen Theil seines Productesabnöthigte, so wäre bei solcher Sachlage die Ansfassuug, welche in demBetriebsunternchmer nur eine Art Wucherer sieht, wol begreislich. InWahrheit freilich ist das Product, bei dessen Herstellung der Lohnarbeiter