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Verwendung findet, nicht das Prodnct des Arbeiters; das Product desletzteren ist nnr seine Arbeitsleistung, welche der Betriebsnnicrnchmcr mitanderen Productionsclementen zu einem neuen Producte verbindet; diesesncnc Prodnct ist also das Product des Betricbsuntcruehmers, und dessenGewinn ist nicht ein Theil des Produktes des Arbeiters, das diesem ent-zogen wird; dem Arbeiter wird von seinem Producte, dem Werke seinerArbeitsleistung gar nichts entzogen; der Gewinn des Betriebsnnternchmersbesteht vielmehr in dem Ueberschusse des Werthes des durch seine Ver-bindnng von Productiouselcmenten hergestellten nencn Products über denWerth dieser Productionsclemcnte vor ihrer Verbindung.
6) „Die kapitalistische Form (der Kooperation) . > , entwickelt sichim Gegensatz zur Bauernwirthschaft und zum unabhängigen Handwerks-betrieb, ob dieser zünftige Form besitze oder nicht". Dazu die An-merkung 24: „Die kleine Baueruwirthfchaft und der unabhängige Hand-werksbetrieb, die beide theils die Basis der feudalen <!!) Productionsweisebilden, theils nach deren Auflösung neben dem kapitalistischen Betrieb er-scheinen" -c. Marx , Das Kapital I, 1. A. S. 317. Desgleichen wirdin den folgenden Ausführungen, wie auch schon früher (S. ISO) immerargumentirt, als ob der unmittelbare Vorgänger des modernen Lohn-arbeiters der unabhängige Handwerksmeister gewesen sei.
7) Vgl. „Die Kooperation erscheint als eine specifische Form deskapitalistischen Productiousproccsfcs im Gegensatz zum Prodnctionsprocefzvereinzelter unabhängiger Arbeiter oder auch Klein-meister". Marx . Das Kapital I. 1. A. S. 317.
8) Schon 1829 hat I. G- Hoffmann in einem Aufsatze „über dasVerhältniß der Anzahl der Meister gegen die Anzahl der Gesellen in dengemeinsten Handwerken" (wiederabgedruckt im „Nachlaß kleiner Schriftenstaatswirthschaftlichen Inhalts" Berlin 1847 S. 396 ff.) angeführt, daßdie Wohlhabenheit des Handwerksmeisters wesentlich auf dem Ueberschußdes Werthes der vereinten Arbeit der von ihm beschäftigten Gesellen überden zu deren Unterhaltung nöthigen Lohn beruhte. Man kann dieMarx 'sche Lehre vom Mehrwerth, foweit sie richtig ist, nicht anspruchs-loser vortragen, als es dort von Hoffmann geschehen. Und welch' feinesVerständniß für den Marx'schcn Mchrwerth haben nicht diese „unab-hängigen Handwerker" aus der Zeit, bevor angeblich die Kooperation denProductionsproccß unter die Herrschaft des Kapitals brachte, gezeigt!Schon feit dem Ende des 14. Jahrhunderts finden wir überall, wo siedas Gewerberccht autonom regeln können, Maßnahmen einerseits zur
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