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Reden und Aufsätze aus dem Kriege / Helfferich
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Nennenswerte Steigerungen weisen nur auf: Leder, Häute,Kautschuk, Zinn.

Ueber die Warengruppe, die uns am meisten interessiert, überdie verschiedenen Getreidearten, sind vom Februar an Mengen-zahlen nicht mehr veröffentlicht worden.

Die blosse Gegenüberstellung zweier Vergleiclismomente gibtnatürlich kein vollständiges Bild. Man muss sich vergegenwär-tigen, dass der uneingeschränkte U-Bootkrieg bei seinem Beginnin England nicht mehr eine normale, sondern eine durch zwei-einhalb Kriegsjahre bereits stark geschwächte Wirtschaftsverfas-sung traf. Ein richtiges Urteil ist also nur möglich, wenn mandie Gesamtentwicklung der Einfuhr während des Krieges mit be-rücksichtigt.

Ich will nur die allerwichtigsten Waren heranholen.Beim Eisenerz hat England bisher seine Position noch ambesten behauptet:

Die Einfuhr betrug im Jahre 1913 7,4 Millionen Tonnen. 1916 6,9im Januar 1913 689 000 To., im Februar 1913 658 000 To. 1916 526 000 1916 404 000 1917 512 000 1917 508 000Gegenüber dem Friedensjahr 1913 zeigen immerhin auch hierdie Monate Januar und Februar eine njcht Unbeträchtliche Ab-nahme, wenn auch die Einfuhr speziell im Februar 1917 grösserwar als im gleichen Monat 1916.

Holzeinfuhr im Jahre 1913 10,1 Millionen Loads 1916 5,9im Februar 1913 ...... 406 000 Loads

1916 ...... 286 000

1917 ...... 167000

Was insbesondere das Grubenholz angeht, dessen Zufuhrvon 3,5 Millionen Loads in 1913 auf 2,0 in 1916 gefallen war,so weisen Dezember 1916 und Januar 1917 Jnit 102 000 und 107 000Loads die niedrigsten Einfuhrzahlen auf, die seit Beginn des Jahres1913 festgestellt sind; für Februar fehlt eine Angabe über dieEinfuhr von Grubenholz.