aldemokraten hätten es in der Hand, die Koalition und die Re-gierung lahmzulegen. Das war doch wohl Ihre Meinung? (Abge-ordneter Trimborn: Ja!)
Ich frage Herrn Trimborn: Aus welchem Grunde? Doch nurdeshalb, weil man sich mit uns «bösen Deutschnationalen" nicht aneinen Tisch setzen wollte. (Sehr richtig! bei den Deutschen Demo-kraten und bei den Sozialdemokraten. — Heiterkeit bei denDeutschnationalen.)
Nachdem die Unabhängigen sich durch ihre Erklärung außer-halb der Verfassung gestellt hatten, (Lachen bei den AnabhängigenSozialdemokraten) — stehen Sie doch zu Ihren Worten, Sie wollensich doch die Gewalt aneignen, nicht auf parlamentarischem Wege,sondern aus anderem Wege) das haben Sie doch erklärt! — nach-dem weiter die Herren Mehrheitssozialdemokraten erklärt haben,daß sie unter keinen Umständen mittun, da gab es nur eine einzigeMöglichkeit der Mehrheitsbildung, die doch Ihren eigenen parla-mentarischen Grundsätzen eigentlich allein entsprechen würde.(Zurufe von den Sozialdemokraten.)
Das ist keine Sehnsucht, das ist nur eine Feststellung von Tat-sachen. — Die einzige noch mögliche parlamentarische Lösung warder sogenannte bürgerlicheBl o ck. Ich gebrauche das Wort„bürgerlich" in diesem Sinne gar nicht gern. Ich gebrauche esdeshalb nicht gern, weil wir auch unter uns Gott sei Dank Ver-treter der Arbeiterschaft haben, (sehr richtig! bei den Deutschnati-onalen; Lachen bei den Sozialdemokraten und den UnabhängigenSozialdemokraken) die ebenso gut sind, (Rufe von den Deutsch -nationalen: besser!) denen die Interessen der Arbeiterschaftmindestens ebenso sehr am Herzen liegen wie Ihnen. Dasselbegilt auch vom Zentrum, dasselbe gilt von der Deutschen Volks-partei . Sie alle werden mir zugeben, Sie sind doch gleichfallsstolz darauf, daß Sie Vertreter der Arbeiterschaft in Ihren Reihenhaben. (Sehr richtig! bei den Deutschnationalen.)
Und wenn Sie sich als „bürgerlich" bezeichnen, dann geschiehtdas nicht im Gegensatz zu den Arbeitern, dann geschieht das imGegensah zu der Partei der Sozialdemokraten. (Lebhafte Zustim-mung bei den Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei .)
So liegen die Dinge.
Woran ist nun dieser große, nichtsozialdemokratische Block2 17