Reichsschuld 140 Milliarden Mark, heute im November 1920r und 290 Milliarden. (Lebhafte Rufe rechts: Hört! hört! — Un-ruhe und Zurufe bei den Deutschen Demokraten und den Sozial-demokraten.)
Die frühere Goldmark hat sich doch auch für das Reich in Pa-piermark verwandelt. Die Differenz von 250 Milliarden Markist seit Juni 1916, die Differenz von 150 Milliarden Mark seitNovember 1918 zu dem Schuldenbetrage Hinzugekommen, mit demich das Reichsschatzamt verlassen habe. (Lebhafte Zurufe bei denDeutschen Demokraten und den Sozialdemokraten.)
Wenn Sie nicht rechnen können, so tut es mir leid: ich kannIhnen hier keinen Unterricht im Addieren und Subtrahieren er-teilen. (Zuruf bei den Deutschen Demokraten: Sie können nichtdenken!)
Das überlassen Sie mir! Das Denken besorge ich schon selbst.— Rund 290 Milliarden Mark ist der Stand der Reichsschuld, denuns der Herr Reichsfinanzminister neulich angegeben hat, und nachden weiteren Zahlen, die er genannt hat, müssen wir damit rechnen,daß am Schlüsse des Rechnungsjahres, am 31. März 1921, dieReichsschuld 320 Milliarden Mark betragen wird. (Hört! Hört!bei den Deutschnationalen.)
Der Umlauf von Banknoten und Darlehns-Kassenscheinen stellte sich am 30. Juni 1914 auf 2,4 Milli-arden Mark, Ende Mai 1916 — ich nenne immer wieder das beiIhnen (nach links) so beliebte Datum meines Ausscheidens aus demReichsschatzamt — auf rund 8 Milliarden Mark, denen gegenüberdoch immerhin noch die sehr erhebliche Goldreserve von 2^ Mil-liarden stand. (Zuruf von den Deutschen Demokraten: 1918 warder Krieg zu Ende!)
Ende Mai 1916 waren es 8 Milliarden! Im November 1918,Herr Dernburg , war, wie ich ebenso gut weiß wie Sie, der Kriegzu Ende. (Zuruf bei den Deutschen Demokraten: Aber nicht 1916!)
Im November 1918 betrug der Notenumlauf 25 Milliarden,(hört! hört! bei den Deutschnationalen) und heute, im November1920, zwei Jahre nach dem Waffenstillstand, sind wir von 25 auf75 Milliarden in die Höhe gegangen. (Hört! Hört! bei den Deutsch-nationalen. — Zuruf im Zentrum: Wissen Sie ein Mittel zurAbhilfe?)
75