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Die Silberenquete : Eine Auseinandersetzung mit Ludwig Bamberger / Von Otto Arendt
Entstehung
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Anhang.

Im Nachfolgenden gelangen zwei Aufsätze aus demDeutschen Wochenblatt" zum Wiederabdruck, welche geeignetsind, die Kampfesweise des Herrn Dr. Bamberger klarzu-stellen. Eine Rechtfertigung seines Vorgehens, abgesehen vondem hier abgedruckten Bries, hat Herr Dr. Bamberger nichtversucht.

In Folge einer längeren Abwesenheit von Berlin bin icherst verspätet in den Besitz des stenographischen Berichts derReichstagssitzung vom 14. März gelangt und habe daraus er-sehen, daß der Herr Abgeordnete Dr. Bamberger sich wiederumausführlich mit meiner Person beschäftigt hat. Zu meinerVerwunderung hat der Abg. Bamberger bei dieser Gelegenheitmir Dinge in den Mund gelegt, die ich niemals gesprochenhabe. Man kann doch mindestens erwarten, daß wenn imReichstage Reden Abwesender vorgebracht werden, diese genauden gemachten Aeußerungen entsprechen. Da ich nicht annehme,daß der Abg. Bamberger absichtlich falsch zitirte, so muß ich denVorwurf gegen ihn erheben, daß er leichtfertig verfahren ist.Der Bericht, der ihm über den Pariser Münzkongreß von 1889vorlag, war vielleicht eine schlechtabgefaßte Zeitungsnotiz, imReichstag aber verlas ihn Herr Abg. Bamberger unter derausdrücklichen Erklärung, daß er dem offiziellen Kongreßberichtentnommen wäre. Als Parlamentarier hätte Herr Abg. Bam-berger wissen müssen, wie Zeitungen Reden entstellen und erhätte demnach, wenn er, wie er es gethan, eine Rede von mirim Reichstag in die Debatte bringt und Schlußfolgerungen