138
Die Allegorie auf den Tod.
„Ein ittlich mensch von herzen gcrt.Das er wer weiß vnd wol gclert.An meistcr vn schritt das nit mag sein.So Kun wir all auch nit latein.Dnrausf hau ich ein deil gedachtVnd vier historiz zu samrn prncht.Joseph daniel vn auch judith.Vnd hester auch mit gutem sith.Die vier hct got in seiner Hut.Als er noch nc de gute» thut.Dar durch wir veßern vnser lebe.De vuchleiu ist sein ende gebe.Czu bnmbergK in der selbe stat.Das albrecht pfistcr gcdruckct hat.Do mn zalt tausent vü vierhudert jar.Im zwciund sechzigste das ist war.
Die vns wol gnad erlierbcn mag.
Frid v» das ewig lebe.
Das wolle vns got alle gebe. <Amr."
Die Typen sind identisch mit denjenigen der heili-gen Bibel, allein wie im Voner'schcn „Fabelbuche"stumpfer und an Kanten, Ecken und Spitzen schonbedeutend abgenutzt, in den Umrissen sogar häufiggeschlangelt und wie ausgcfrcssen, eine Folge derAlteration der bleiernen Matrizen oder der Ab-nutzung der Lettern selbst. Dies sind auch diePunkte, in denen sie von den Buchstaben des„Kalenders von 1457", der „Mcchmmg wider dieTürken" und von den Missallypen in einem der„Ablaßbriefe", mit welchen sie in Größe und Formübereinstimmen, einigermaßen abweichen.
Gegenwartiges Facsimile wird das Gesagte bc-
Nit lang nach fand walpurgcn tag. stätigen.
Sepuchlckl N Km ttm yM'Hu bambemkinner lrlbe Ka^Sas albnchtpfiÜecMmcktthatDo mäMWlttm miMHÄMiar^MZweiundossianlar-Mlsngnach tsnd mckpur
gm tagl Dir uns wslMav rrvrwmmss^rldonossklvUlkbt Das wollevasMMyck? Mn!
Man kennt bis jetzt nur zwei Eremplare: inder königlichen Bibliothek zn Paris dasjenige, wel-ches Steiner zu AngSburg entdeckt und in Mensel'shistorisch-litcrarischem Magazin, Stück V., be-schrieben hat und welches mit der „Armenbibcl"und der „Klage gegeu den Tod" zusammengebnn-den ist; sodann in der ausgewählten Sammlung desLords Spencer in London wol dasjenige, welchesehedem das Karmeliterkloster zn Würzbnrg besaß?Beschreibungen dieses bibliographischen Kleinodsfinden sich in Panzer'S deutschen Annalen, Sup-plement S. 3V., bei <?-umis, I>iot!<!e ct'nn Ilvre im-^rim<! IZambvrx c» 1462 pari?!, a» VII. (1799) 8.,in I)!t><Ii»'« Libllotbeca Lsiencerii»»», l'om. II. p. 94.sowie in den Werken von Ebert, Brunet, Sprenger,Jaeck, Schaab und Wetter.
Die Allegorie auf den Tod
oder
Klagen gegen den Tod.
(Ohne Datum.)
Dieses Büchlein bestehet aus 24 Blättern inklein Folio mit 23 Zeilen auf der vollen Seite undmit fünf Holzschnitten, welche jedesmal die ganzeLänge derselben einnehmen. Der erste auf demersten Blatte stellt den Tod auf einem Throne sitzenddar, vor welchem ein Mann mit seinein Kinde er-scheint, um sich zu beklagen, daß er dem Letzterendie Mutter geraubt habe. Der zweite Holzschnittans dem vierten Blatte zeigt den gräßlichen Tyran-nen ebenfalls wieder auf dem Throne und vor ihmeine Menge Volks aus allen Ständen, au dessen