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Eustodcn noch Seitenzahlen. Fast zu gleicher Zeitging die erste Ausgabe eincS Elassikers
Ml. T. Cicero oc officiio Libri III. Pa-radora et Versus XII. Sapientium.
aus ihrer Presse hervor. Es ist in klein Folio, eben-falls ohne Signaturen, Cnstoden und Seitenzahlen
auf 83 Blattern mit den Typen des „vur-mäiI^tion-lls" sowie mit durchlaufenden Zeilen ohneandere Unterscheidungszeichen als den Puukt ge-druckt. In den griechischen Sentenzen der Para-doxen erschienen die ersten gedruckten griechischenBuchstaben, welche dieses Umstandes wegen hiernachgebildet sind:
^-i-i-nKcac-oi'ixoXox i-oic.ÄA vXsi's^oX.o-k-lXt>?j<?>, i-oKaAoXA-s-A^ox.oi'icAT'ä «xspi^aXAi-A lcs^i'Äi'c^'s'oiXA.
Die erste Auflage war so schnell vergriffen, daß schonam 4. Februar 1466 die zweite folgte. Nachdembald darauf die höchst seltene
Grammatica uetus rhytmira auch „Rudi-
mentir grammatices" genanut, Mainz ,
1466. 11 Blatter in Folio,von welcher man nur noch zwei Eremplare kennt(in der köuigl. Bibliothek zu Paris aus Brienne'sAuctiou für 3300 Franken und im Besitze desLords Spencer ans der Stadtbibliothek zu Frank-furt am Main für 1900 Gulden erkauft), er-schienen war, reisete Fuft zwischen den MonatenMärz und Julius des Jahres 1466 zum zweitenMale nach Paris , um da seine Verlagswerke zuverkaufen.
Schon nach Beendigung des Druckes der 42zei-ligeu Bibel war er zum erstenmale nach Paris geeilt,um sie dort, da die Kuust zu drucken noch nirgendsbekannt war, für Handschrist auszugeben, und aufdiese Weise eiueu höheren Preis dafür zu erzielen.
Eine handschriftliche Note am Ende eines Exem-plares des „eicero (lll oMcl!-;", daS sich in derBibliothek zu Genf befindet, liefert den Beweis, daßFust dies Buch im Monat Juli 1466 dem RitterLouis de la Vcruade, Kauzler des Herzogs vonBourbon und Auvergue, geschenkt habe, welcherPräsident deö Parlaments von Toulouse undMitglied jeuer Ligue der öffentlichen Wohlfahrtgewesen war, die mehrere unzusriedene Prinzengegen Ludwig XI. gebildet hatten.
Da nun von dieser Zeit an nichts mehr von ihmverlautete und die Pest in den Monaten August undSeptember 1466 zu Paris mehrere tausend Menschenhinwegraffte, so ist mit größter Wahrschciulichkeitzu vermuthen, daß Fust daselbst ebenfalls ein Opferdieser Krankheit geworden sei.
Durch ein altes Pfarrregister der St. Quin-tinskirche zu Mainz , aus welchem Würdtwcin inseiner IZibliotliec-l ZVIoxnnt. voc. 231. und 232. Aus-züge liefert, wird erwiesen, daß Fust, der 1464noch unter den zwölf Kirchengeschwornen aufge-führt wird, im Jahre 1467 todt und durch eiuenaudereu ersetzt worden war.
Peter Schöffer nach Fust's Tode.
Schöffer setzte nach dem Tode seines Schwieger-vaters das Geschäft mit uuermüdctem Eifer fort.Schon am 6. März des Jahres 1467 ging
S. Thomae Anuinntis secunda sccundae.mit der Schlußschrift.-
Ervlicit prima pars snme sanrti fratrisThome de aisno: . . .ohne Signaturen, Enstoden, Blattzahlen und An-fangsbuchstaben mit Lettern der Bibel von 1462 ausseiner Presse hervor. Dann am 8. October desnämlichen Jahres die zweite Auflage von
Clementis V. pout. mar. Constitutionrs.