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Die Zettelbank vor dem Reichstag : Versuch einer gemeinverständlichen Darstellung / Ludwig Bamberger
Entstehung
Seite
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in Papier umsetzen kann. Die Bank könnte den Subscribcntmder 10 Millionen neuer Acticn bei jeder Ratenzahlung für2 Millionen Wechsel discontiren und die sich daraus er-gebende Summe ihnen als Einzahlung gutschreiben. Theil-weise würde die Sache gewiß sich so machen. Wie so wäreda das Einlösungsvermögcn der Noten verstärkt? Im Gegen-theil, es wäre geschwächt! Solange eine Bank überhauptbesteht, sagen wir lebt, solange sind ihre Zettel durchausgleichviel werth wie baarcs Geld. Sowie die Zettel auchnur das Geringste verlieren, ist die Bank bankrott. EineBank also, die lebt, kann nicht nur selbst stets gegen ihreNoten Gold einwechseln, soweit es die Zustände desMarktes vertragen, sondern das Publikum arbeitet mitan dieser wichtigen Nivellirnng, da es in gesunden Zeitenmehr Bedürfniß nach Noten als nach Metall hat. Sinddie Noten ausgegeben an Schuldner, die pünktlich zurück-zahlen, und in einem Verhältniß, welches dem Umlaufs-bedürsniß des Landes entspricht (sein Metall nicht hinaus-treibt), so sind die Noten prompt einlösbar. Für beideSicherheiten hat die Auswahl der Bank in ihren Geschäftenund die Vorschrift der hinreichenden baarcn Deckung zusorgen. Das ursprüngliche Kapital hat nichts damitzu thun. Wenn eine Bank mit 20 Millionen baar Geldbegonnen und dieselben an Bankiers geliehen hätte, die sieins Ausland schickten, so wären auch nur 1000 Thlr.Noten, die sie darüber hinaus ungedeckt ausgegeben hätte,viel unsicherer als 20 Millionen Noten einer Bankohne Kapital, welche ein Drittel davon gegen Gold ein-gewechselt und bewahrt hätte. Richtige Verwaltung undrichtige Beobachtung der Deckung, darauf allein kopimt es