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macht Baar entbehrlich und treibt — oder triebe nach derGegner Annahme — Metall hinaus und die Preise hinauf.
Der Blick, den wir hier nur ganz obenhin über diesesstreitige Gebiet haben streifen lassen, genügt, um zu derUeberzeugung zu führen, daß eine Gesetzgebende Versammlungvon 400 Personen schlechterdings nicht berufen sein kann,die spitzfindige verwickelte Frage, ob die Banken an denPreissteigerungen schuldig seien oder nicht, wie Geschworene,einfach mit Ja oder Nein zu beantworten, und darauf prak-tische Beschlüsse zu basiren. Vielmehr wird für das Ganzeder hier angerufenen Rücksicht dieselbe Richtschnur dienenkönnen, an die wir uns bis hierher gehalten haben: eineBank, welche ihre Geschäfte so führt, daß die prompte Ein-lösbarkeit ihrer Noten und Depositen ihr ernstes Augenmerkbleibt, wird eben dadurch auch der Gefahr entgehen, zu Preis-steigerungen beizutragen. Jede künstliche Anspornung zuGeschäften muß sich schließlich in Verlegenheiten rächen,welche die Einlösbarkeit mehr oder weniger bedrohen. Eskann schwerlich geleugnet werden, daß eine Epoche leicht-sinnigen Geschüftsschwindels von dem Benehmen der Bankenbegünstigt oder gehemmt zu werden vermag. Wäre dem ^anders, so fiele alles weg, was wir von den Grundsätzeneiner guten Bankführnng ausgesagt haben. Es kann auchnicht geleugnet werden, daß in Schwindclepochen die Preisesteigen. Aber die praktische Verwerthung dieser Sätze darfsich auch getrost darauf beschränken, daß schon um ihrerSclbsterhaltnug wegen die Banken alles das vermeiden müssen,was, nach der Theorie von der Preissteigerung durch un-mäßige Emission, die Banken nicht um ihrer selbst, sondernum der Marktpreise willen zu unterlassen hätten. Auch hier,