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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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DAS DORF OBER-SPECHBACH.

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Hektare :

Wiesen.86,55

Weiden und Hutungen. 1,54

Acker- und Gavtenländereien . . . 287,40

Landwirtschaftlich benutztes Areal 375,49

Haus- und Ilofräume. 2,46

Forsten und Holzungen .... 0,89

Wegeland. 7,98

Gewässer .. 0,62

Summa aller Flächen : 387,44

Hiervon sind also 96,64% landwirtschaftlich benutzterBoden, ein entschieden günstiges, aber notwendiges Yer-hältniss, betrachtet man die Kleinheit der Gemarkung. Aufden Hektar der Gemarkung entfällt eine Bevölkerung von1,08 Personen, somit auf den Quadratkilometer 108 Köpfe,ein Durchschnitt, der höher ist, als der elsass- lothringische(105) und den Kreisdurchschnitt weit überholt (81). DieBevölkerung ist also in Ober - Spechbach keine dünne, imGegensatz zu den Zahlen für den ganzen Kreis.

Die Bevölkerungsdichtigkeit der Gemarkung Ober-Spech-bachs lässt darauf schliessen, dass die Bodenverhältnissegünstige sind.

Wo der thonige Untergrund zu hoch an die Oberflächetritt, da leidet natürlich der Boden an Nässe; jedoch ge-schieht dies hier nicht in dem Masse, dass es nachtheiligauf die Fruchtbarkeit einwirkte. Man sucht diesem Uebel-stand dadurch abzuhelfen, dass man bei Bestellung des Ackersdie Furchen von beiden Seiten her gewölbartig gegeneinander-pflügt, so dass nur die Grenzfurchen tiefer liegen, währendder Acker über der Ueberschwemmungsfläche gehalten wird.Noch gründlicher wäre dieser Uebelstand durch Drainage zubeseitigen; aber, wie die letztjährige Enquete zeigte, wurdedie Drainage bis jetzt noch wenig angewendet.

Was nun das Yerhältniss der verschiedenen Kulturartenzu einander anbelangt, so gilt für unser Dorf so ziemlich,

Bruchtheilder Fläche:

22,22 %0,2674,16

96,64 %3,36 B

100,00 %