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I. ABSCHNITT.
sondere Dienste kann er auch leisten durch den Ankauf vonViehsalzen, künstlichen Düngmitteln und Kraftfutterstoffen.
Als Yiehversicherungs-Verein könnte er ebenfalls grosseDienste leisten ; denn wie oft ist nicht ein einziger A^iehfalldie Ursache des Dauernfalls?
Die Unkosten der Geschäfte werden durch den Gewinnbestritten, und derselbe besteht aus Zinsüberschüssen undProvison.
Der Gewinn wird zu einer untheilbaren Vormögens-masse angesammelt und kann somit ausserordentlich segen-bringend werden. Nach den Statuten soll diese Ansammlungbis zur Höhe dos Betriebskapitals, welches sich nach einerAnzahl von Jahren von selbst ergibt, erfolgen.
Erst dann dürfen die Zinsen zu gemeinnützigen Zweckenverwendet werden, und es kann im Verhältnisse der Steige-rung allmählig auf eine Herabsetzung der Provision, nichtaber des Zinsfusses, welcher stets dem Geldwerthe gemässfestgesetzt werden muss, hingewirkt werden.
Das Vereiuskapital ist Eigenthum des Vereins, unan-tastbar und untheilbar unter den Mitgliedern. Bei Auflösungdes Vereins muss es sicher angelegt werden; die Zinsen zumKapitale geschlagen, soll cs sich also vermehren, bis einneuer Darlehenkassen-Verein auf Grund der geltenden Statutensich wieder bildet.
Ueber die Thätigkeit des Vereins seit seinem Bestehenseien als Belege folgende Zahlen mitgcthoilt:
Die Mitgliederzahl beträgt insgesammt 149, davon sind
60 von Ober-Spechbach.
Der Darlehensbetrng bis dato ist ... Mk. 20563,—
In laufender Rechnung. „ 2 000, —
Zusammen Mk. 22 563, —Gantprotokolle bis dato angekauft . . . „ 21 496.—
Summa Mk. 44 959, —
Gewiss eine schöne Geschäftszitfer innerhalb so kurzer Frist.Die Anlehen der Kasse werden von dieser mit ß'/s bis4%, die Darlehen an die Mitglieder mit 5°/o verzinst.
Der höchste nicht zu übersteigende Kredit ist auf1500 Mark festgesetzt.