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Die Litteratur über das Arbcitsverhältnis.
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203. Die Entstehung des freien Arbeiterstandes. Wir haben oben-in den Kapiteln über Arbeitsteilung und gesellschaftliche Klassenbildung (I, §§ 116und 117, §§ 133 ff.) zu zeigen gesucht, daß und warum die wirtschaftliche Gesellschaftsich stets bei höherer Kultur in aristokratisch führende Kreise, in einen Mittelstandnnd in handarbeitende untere Klassen geschieden hat; wir haben gesehen, daß dieletzteren nach einander die Rechtsform der Sklaverei, der Hörigkeit und der freienArbeit durchlaufen, daß aber nirgends bis jetzt der große Fortschritt zur persön-lichen Freiheit und zur Rechtsgleichheit aller Klassen das Verschwinden einer besonderenArbeiterklasse und der Klassenschichtung überhaupt herbeigeführt habe.
Wir suchten nachzuweisen, daß das Ent- und Bestehen von handarbeitendcnKlassen ein Ergebnis der notwendigen gesellschaftlichen Differenzierung sei, daß dieseweder in ihrem Ursprung und ausschließlich auf die verschiedene Eigentumsverteilung,wie die Socialisten glauben, noch ausschließlich aus die Rassenverschiedcnheit, wieGobineau und seine Schule lehrt, zurückzuführen sei; wir nahmen an, daß der Fortschrittdes menschlichen Geschlechtes nur in der Form möglich sei, daß immer zunächst einzelnePersonen und Gruppen je nach Rasse, Fähigkeiten, Kräften und Begabung sich arbeits-teilig emporschwingen, die politischen, technischen, organisatorischen Führer werden, daßsie als Familienväter, Heerführer, Grundeigentümer, Kaufleute, Schiffsführer undUnternehmer zahlreicher ausführender, dienender Kräfte bedürfen, und daß dazu ihrejüngeren Söhne und Verwandten nicht ausreichen, daß so alle Anläufe zu großen undeinheitlichen herrschaftlichen Organisationen auch zu der Entstehung gehorchender Hand-arbeitender Klassen der Gesellschaft führten. Die aus der Verschiedenheit der persönlichenEigenschaften, der Berufe und ihrer Erfolge sich ergebende Verschiedenheit der Machtund des Eigentums in der Gesellschaft, wie die Ausbildung von rechtlich normierten