Einleitung.
Die Verhandlungen, welche der Reichstag bald nach seiner diesjährigenEinberufung, in der siebenten und achten Sitzung (vom 24. und 25. Febr.),den Münz -- und Bankangelegenheiten gewidmet hat, sollten nach Absichtderer, welche sie veranlaßten, einem doppelten Zwecke dienen. In Sachender Münze handelte es sich darum, Klarheit darüber zu gewinnen, welcheStellung die oberste Reichsbehörde zur Durchführung des im Jahr 1873crgaugenen organischen Gesetzes in dessen letzten Stadien zu nehmen ge-dächte; in Sachen der Reichs-Bank galt es, eine Verständigung darüberherbeizuführen, ob die Leitung dieser mächtigen Anstalt durchweg, uamcntlichaber auch mit Rücksicht aus die dermalige Lage der Währungsverhältnisse,den Intentionen der Gesetzgebung und den Anforderungen der Verkehrs-sicherheit in allen Punkten entspreche.
Die Gelegenheit zur Erörterung dieser Fragen bot die Berathung dessog. Etats, d. h. der Ausgaben und Einnahmen des Reichshaushaltes inzweiter Lesung, und die von Seiten der Abgeordneten und von Seiten derRegierungsvertreter vorgetragenen Erklärungen uud Auseinandersetzungenhaben vorerst wenigstens den Eindruck zurückgelassen, daß in der Hauptsachedas bei Anregung der Debatte ins Auge gefaßte Ziel erreicht wordeu sei.
Unter solchen Bewandtnissen gebührt diesen Verhandlungen die Auf-merksamkeit aller derer, welche auf Grund ihres theoretischen oder prak-tischen Berufs über den Entwicklungsgang dieser Dinge unterrichtet bleibenwollen, ein Entwicklungsgang, der gerade unter der besonderen Constellationder überall im Schwanken befindlichen Währungsverhältnisse doppeltesInteresse bietet.
Da es aber iu keinem Bereich der öffentlichen Diskussion so sehr aufdie genaue Feststellung der Zahlen und Thatsachen ankommt, wie geradein diesem, so sind die Parlamentsberichte auch der großen Zeitungen, nichtim Stande, einen annähernd ausreichendend Ersatz für die wortgetreue