0 ך Geschichte der Schlesischen Buchdruckereyen.
Allein man findet noch ein zu Glatz im Jahr 1632 von Rudolph Müller gedrucktesGe-dicht, woraus man mit Wahrscheinlichkeit Schliessen kann, dass dieser sie vielleichtkäuflich an sich gebracht habe.
Im Jahre 1640 besass sie eine Wittwe Müllern, vermuthlich die hinterlassnoFrau des oben erwähnten Puidolph Müllers, die sie von einem Factor verwalten liess.Nach ihrem Tode scheint die Officin aufgehört zu haben.
Im Jahre 1675 errichtete Ignatz Constantin Schubert von Neisse eineneue, der das darauffolgende Jahr Gualtpr Ambros ν on Lieb enfeIcÎs Be Schreibung vomLandecker St. Georgen Bade druckte.
Nach ihm scheint Matthäus Erich gedruckt zu haben. Das Glätzer Begräbnisse]jiich nennt seinen Namen als Buchdrucker und seinen Todestag.
Im J, 1683 gehörte die Glätzische Buchdruckerey dem Andr e a s ν ο η Ρ e ga>der sie bis 1702 allhier fortsetzte und dann auf den Dohm nach Breslau zog.
Nach diesem besass sie Carl Friedrich Hilsen, der auch in Breslau in der Bi-schöflichen Druckerey Peg a s Nachfolger wurde und beide Osficinen zum Nachtheileder Glätzischen verwaltete. Denn Hilsen versendete seine Lettern bald von Bres-lau nach Glatz, bald wieder von Glatz nach Breslau , wodurch verschiedene Defectsveranlasst wurden.
Nach Hilsen war Ao, ׳ Z ׳ c,-, man weiss jedoch nicht, in welchen Jahren, Buch-drucker zu Glatz.
Diesem fui & 1 ־ τντ a 11 Ή ä ״ «-S c h w a b aus Tyrol, und diesem im J. 1763 JosephToichmann, der ersterm die Officin abkauite.
Von Teichmann erkaufte sie im J. 1790 Franz Pompe jus, ein Schlesien Dieser ungemein betriebsame Mann , voll Eifer für seine Kunst, wandte alles an,diese in Verfall gerathene Druckerey wieder empor zu bringen. Zu diesem Zweckelegte er eine eigne Giesserey an, goss verschiedene Schriften selbst, liess andreneue Schriften kommen, etablirte drey Pressen und brachte es durch unermüde^enFleiss in kurzer Zeit dahin, dass die von ihm gedruckten WerAe mit allgemeinem Bei-fall vor dem Publikum erschienen. Seit dem Jahre 1793 sind von ihm ausser ver,schie denen in seinem Verlage sonst gangbaren Artikeln 21 neue grössere Schriftengedruckt worden.
Glogau in Nieder Schlesien .Den ältesten Buchdrucker Glogau's nennt Runge 3 er hiess; Joachim Funke,Und druckte ums Jahr 1606. Sein Nachfolger war Erasmus Rösner , der noch 167Zdruckte, aber nachmahls als Protestant von hier vertrieben wurde• Im Jahre 1703
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