Druckschrift 
Augsburgs älteste Druckdenkmale und Formschneiderarbeiten, welche in der vereinigten königl. Kreis- und Stadtbibliothek daselbst aufbewahrt werden : nebst einer kurzen Geschichte des Bücherdruckes und Buchhandels in Augsburg ; mit 37 Abdrücken von Original-Holzschnitten aus dem 15. u. 16. Jahrhundert / von G. C. Mezger
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

sie in der s. g. dibliu, p»uperum findet ^); doch sind sie etwas kleinerund weniger mit Beiwerk ausgeschmückt, auch mangeln die beiden Brustbilderunten, so wie die nach beiden Seiten sich hinziehenden'Zettel an den obernBrustbildern. Das die ncutcstamentlichen Geschichte erläuternde Hauptbildist ferner kleiner, als die beiden Seitenstücke, die Legende aber, welche inden Ausgaben der Armenbibel unter den untern Brustbildern angebrachtist, steht hier über dem mittlern Bilde. Dann unterscheidet sich unserExemplar von den gewöhnlichen Editionen der biblia pauxerum dadurch,daß die Schriftstellen unter den beiden historischen Seitenstücken abgedrucktsind, und zwar wörtlich nach dem Texte der Vulgata . So heißt es z. B.auf der dritten Tafel (der ersten der bibli^ p-nixei-um) oben rechts:^esttitts. Z?eee V2>Fd c'onei/?eet et /iK/'iet MinM/ dann ^/ie/'eMitts.'<>^6ttvit /)ens novn/n sn/?e/» te/^KM) /e?nintt e«>6NMt/«bit v!>NM.I^S/'SN.?.' ^'/?6/'K vi /?ei"t?it) sine vi /Itt/'iente /inetttt/ links: /?Kvit/.

/?6seenttit t/o?ttinn? «ient ntnvitt in vett?/s. ^T6e/iie^. /^o/'t« /«Keet!i«?ö?K e/'it et non tt/ie/'ietn/'. ^6/'6NS. ^io/'e ?»Kt?et ??6i/ns V^NvittM

ve^nansit (die dibl. p?iup. hier sitit) «,i^tt teiins. Oberhalb deskleinen Hauptbildes liest man: ^i/^o s«tnt«tn^ inn?^/?t« MKnens^«vit/atn/'. Unter den Bildern: Aenesi.? t'n/' ^^«ece/iit «?obis

/)o?^inns^ ntnon eOMS^e^etis 6^7 o/nni tihMt) /?^^tt<tisi. <?ni ?nntie/'

^e.5/?on</it </e />nctn ii^no/'N?»^ ^n«6 «nnt in /?«/°«<Fi5y) veseimn^tj!6 /vnetn ve^o ti«/ni^ ^no</ est in ?ne</io /?«^«t/isi /?^ttece/?it nvbis/)ens^ ne eo?tt6t?e/'6MNs et tttn^e/'eMNS ittnct Ae. ^n«/ie. l^s. ^i»'vs in soto vettere /ne^it et in o?nni te/'/ « sieeit«.? H'e.

Die Beilage stellt diese Tafel in einem lithogmphirten Abdrucke dar.

Das 15. Blatt hat nur eine Tafel der Armenbibel, nämlich die 27.mit dem Begräbnisse; die andere zeigt auf unserem Exemplar, jedoch ineiner, von den übrigen Tafeln abweichenden Ordnung der Bilder, dieKreuzesabnahme, die überhaupt der Armenbibel ganz fehlt. Das Hauptbildmit der Unterschrift: Ob Mo/>te?n O/^isti ve^/oMn/' co/'t/e M^/v«

*) Durch die f. g. Armenbibel sollte der Hauptinhalt der heiligen Geschichte inbildlichen Darstellungen vcrsinnlicht werden. Diese Bilder gehören mit zu den frühestenProducren der Formschneidekunst. Sie waren ursprünglich Gemälde in den Kirchenzum Unterrichte des Volks; Lessing (ok. dessen Beiträge zur Literatur aus derWolfenbütteler Bibliothek im 21. Bande seiner sämmtl. Werke x. 137. es.) glaubtinsbesondere, daß die Fenstergemälde des Klosters Hirschau in den Holzschnitten derArmenbibel sich abgebildet finden. Man vergleiche auch v. Heinecke's Nachrichten vonKünstlern und Kunstsachen, II. p. 117. und Ebert's bibl. Lex. I. x. 191.