Sem erstes Produet war hier in der That auch das Obseynictle üioeosssos^uSuswime. Die ttefflichc Ausstattung desselben mit eigenthümlich großen,rothen und schwarzen Lettern war Ursache, daß ihm auch Aufträge vonandern Diöeesen zukamen. Aber auch auf seine eigene Rechnung, und nichtminder für auswärtige Gelehrte, lieferte er viele Bücher aus den verschiedenstenFächern der Wissenschaft, die seinen wohlbegründeten Ruf noch vermehrten.
Vom Jahre 1490 an fügte er den Drucken am Ende sein Wappenbei, welches in dem Schilde einen Mann darstellt, der in der rechten Handzwei in einander geschlungene Schlangen, und mit der linken einen, aufseinem Leibe liegenden Stern hält; ein Stern ist auch oben zwischen denBüffelhörnern über dem geschlossenen Helme.
Seine Presse war bis zum Jahre 1516 beschäftigt, wenigstens kenntman keinen Druck derselben nach diesem Jahre.
Eine ziemlich vollständige Sammlung Ratdoltischer Inkunabelnbefand sich in der Bibliothek des ehemaligen Karmelitenklosters zu St.Anna dahier, da Ratdolt diesem Kloster, dem er sehr wohl wollte, fastvon allen seinen Büchern ein Exemplar zum Geschenk machte. Von hieraus kam sie bei der Auflösung des Klosters im Jahr 1523 als Eigenthuman die hiesige Stadt, und bildete die erste Grundlage der öffentlichenBibliothek. Jetzt ist sie jedoch größtentheils der königl. Centtalbibliothekin München einverleibt, wohin sie im Jahre 1806 mit den vorhinerwähnten Handschriften wandern mußte. Die hiesige Bibliothek besitztnur noch folgende ^uKustcUm:
2.
A/'emKT'Am ^4AM«5«MAM. Auf der Rückseite des ersten Blattes istein Holzschnitt, welcher die Jungfrau mit dem Jesuskinde und ihr zurSeite rechts den heil. Ulrich, links die heil. Afra darstellt. Dann folgteine Anweisung für die Geistlichen znm Gebrauche des Breviers, hieraufauf 9 Blättern das Register. Der Text selbst beginnt mit den Worten:In nomino domiui no«tti iliesu xvi iuneu. Der erste Band, dasWintcrthcil enthaltend, schließt: /v>^6Nl/«/'«AM. /istti^/'z'uM. /n/Mni.öT'öviK/'tt/M. SKKctv/'AM Ma^tt e/tO^AM eceiesis
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^«nttKn'i. Das letzte Blatt zeigt das Wappen Ratdolts, überwelchem das Distichon stehet:
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