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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
Entstehung
Seite
118
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, 18 Versuch von dem Wesck

^-'- /c- Verstand des Menschen davon gemacht ersof-Z'fen/ und den Sitz der Weißheit in dem Gehirne^/ - zu setzen gewohnet ist / auch ihre crsteSorge seynwie sie ihr Gehirne mit Kxperimencis,^^rvgrionibus und äemonttrarionllzus voll-füllen möge / und daher diese Lehre vom Geistnothwendig auslachen muß/weil sie gemeiniglichdas Hertz in Menschen als ein unwerthcs Ding/einen !VluscuIum u. s. w. betrachtet.^ ^> ^.l7.Es ist aber ferner nicht genung/wennein Weißheitliebender bey vochabender Reini-gung seines Hertzens eine Lust über Erkentniß derWahrheit dieser Lehre von allgemeinen Geist/undderdvnnexion anderer Wahrheiten/ die dar-aus fliesten empfindet/sondern er muß hierbey sehrbehutsam gehen/daß sein Hertz bey leibe nicht auffden allgemeinen Geist dieser Weltund auff des-sen allzufürwitzige Untersuchung falle/weil er sonstgantz leichte zu seinem grsssenVerderben/von demGeiste/der in der Lufft herrschet auff verbothenetuperttirion und schädliche Künste kan verleitetwerden.

^ 2 18. Derowegen nimmt er billig in Acht/

daß er fleißig bethe / 6. d. i, ein hertzliches Ver-langen zu GOtt habe/daß er als der Geist allerGeister sein Hertz mit seinen guten Geist regierenwolle / daß es die Wirkungen dieses guten Gei-stes von denen Wirckungen des Geistes dieserWeltwsbl entscheiden lerne/ und diesen Unter-scheid zu Bcförderung seiner Wohlfarth auch in

seinen

(iMx-xllc-i'äon dcr andern Regel.