lzo Versuch von demWesen
Betrachtung des allgemeinenGeistes auch etwasinsonderheit von dem Geist des Menschen sagen.
ili. 2. Und ist diese Betrachtung destonöthiger/ie mehr sie insgemein entweder gar un-terlassen / oder doch obenhin rrzKiret/ und dieLehr-Satze von dem Wesen der Seelen nicht/wie man wohl solte/ aus eigner Empfindligreitund Vergewisserung unsers Hertzens oder ausheiliger Schrisst/ als dem alleredelsten Buchallcr Bücher / sondern vielmehr aus dem unbe-dachtsamcn Vorurtheil/das man von denen blin-den Heyden von Jugend auff cingesogen /herge-leitet werden.
I'K. z. Es ist ja wahrbafftig zu bejammern/daß / da wir arme elende Menschen/ absonder-lich aberwir/ die wir Gelehrte genennet werden/inErkantniß unseres eigenen Geistes in Finsternherum tappen / und da der Geist des Menschendillig wissen solte / was im Menschen wäre/ den-noch unsern eigenen Geist nicht kenmn; Wirdoch so vermessen sind / daß wir nicht alieine inden unbegreiffuchen Wesen des unendlichenGOttes herum grübeln/ und dadurch/<daß ist/durch die unzcitige Begierde GQtt mit unsernGedancken zuerreichen/ den wir im Hertzen su-chen si'lten/) nothwendig in chörichtcn Aberglau-ben oder wohl gcir in noch thörichtere Verlaug-nung GOttesgerathen' sondern auch aus dieserThorheit in die Boßheit verfallen/ daß wir an-dere Neben-Menschen/ die die Gedichte unserer