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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
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Seite
131
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des Geistes 7. Hauptstück> izi

Gedancken nicht anbeten und darauff leben undsterben wollen / unvernünfftiger Weise/ ja är-ger als wilde Thiere unter einander / verfolgenund selbige als ob sie Feinde GOttes und desmenschlichen Geschlechts / oder allgemcineFnc-denstöhrer waren/ mit Feuer und Schwcrdt aus-z «tilgen trachten.

I'n. 4. Bey dieser Bewandniß aber/ist esso viel weniger zu bewundern/ daß es in dem Ge-heimniß der Boßheit auch hernach so weit gekom-men/ daß man in der Lehre von Menschen selbstund von dem Wesen der menschlichen Seele ebenso r^rznniti:et/und diejcnigcn/denenGOtt «twanauch hierinnen eine nützlichereErkantniß verleihet/zu Phantasten/ oder auch schädlichen Ketzernmachet; mithin aber die Erkanmiß sein selbst/ diedoch allen Menschen ins Hertze geschrieben ist/oder vielmehr die eitelen Phantasien des inHeydnischen Thorheiten verwickelten eigenenGehirns / furGlaubens-Arlickc! aussiebet/ unddie so solche nicht anbethcn wollen / ebenfalls ver-folget. Denn de r Feind 'nnens chlic her Ruhebegrsifftgar wohl/ daß vo n der wM en Erkant-nch sein M st und seines Gei stes alle Weisheitäe^enMe / und wied^rstedct^derowMli denen/Wel^WahrheitMen/ auffdas hefftigste.

^n. s. NunWe mäll ja wohl bey Unter-suchung des Wesens der menschlichen Seele/wenn man mit lauter Menschen zu thun hatte/diebereit wären/ das Vorurtheil menschlicher su^I 2 rvi-i-