tzi Versuch vondem Wesen
concät und eigener Übereilung fahren zu lassemfür allen Dingen die heilige Schlifft zur Handnehmen / und^daraus ä pnori zeigen / wor-z' ^ - innen das Wesen des ersten Menschen nach sei-nem Leid und Seele bestanden; wie dieses We-sen durch den Fall verrückt/ und in den misera-blen Zustand / darinnen es itzo steckt/ gebrachtworden; Meine weil die gemeine Irrthümervon dem Wesen des Mnschen noch überall un-ter denen Gelehrten auff hohen und niedernSchulen herrschen/ und die Wahrheit von demWesen des ersten Menschen denen in solchenVornrtheilen steckenden Menschen nicht allei-ne lacherlich / sondern auch wohl gottloß vor-kommen mochte; So muß man das Heiligthumnicht für die in denen Stricken des Ehr-undGeld-Geitzes gefangen gehaltene zcmckische und nei-dische Hunde / noch die Perlen für die in demKoch der Wollust sich weltzenden Saue werf-fm.
I'K. 6. Derowegen will ich mich befleißi-gen/ nach dem Vermögen das GOtt darreichenwird/a pMcn-isi'i und aus dem Grund/ den einiedcr Mensch bey sich selbst befinden wird/vondem jetzigen Zustand der menschlichen Seelenetwa nützliche Anmerckungen anzuführen / undbewach den Nutzen derselben theils in Ver-meidung allgememer Irrthümer / theils in Besse-rung unseres Elends/ in etlichen wenigen Exem-peln zuzeigen.