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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
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153
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des Geists 7. Hauptsmck. r5Z

l'rr. 7z. Bist du so kühne/ so beschreibe mirdoch die thätliche Sinnligkeitder Thiere/und ihre sinnliche Begierden. ^ Kanstu keinedeutliche Beschreibung geben / so musiu geste-hen/daß du was bqahet/ daß du selbst nichtweist was es ist/ nemlich/ daß du was unvernunff-tig bejahet hast. Giebstu mir aber eine Be-schreibung/ so wird entweder meine Lehre herauskommen/oder eine materielle Smnligkcit undeine materielle Begierde. Auffden ersten Fall ^habeich was ich will. Auffden andern Fallwirstu gestehen müssen/ daß dir deine Lehrmeisterwiedersprechende Dingein den Kopffgebracht;Denn eine materielle Thätligkeit und eine ma-rerielle Begierde ist eine leidende Thätligkeit undein leidendes Wollen.

1^.74. Und was meinstu? Ein Gesihopffe/dasGOttcs Willen genau in acht nimmt/und sei-ne Ordnung allezeit beobachtet/ solte dasselbewohl unverständig seyn ? Solte ein Meister /derallezeit sein Werck nach einer gewissen Ordnungverrichtet/ und daran kein Mangel zu spühren^ist/ ^nicht ja so vernünfftig seyn als sein Lehr-Iunge/vhnerachtet dieser bey sich ein Vermögen hat/dergleichen Werck zn verderben?

IK. 75. Hastu nicht von einem Künstlergelesen/ der alle andere Künstler gegen eine grosseWette ausfoderre/wer dqs künstlichste Meister^_____ As stücke

x) Lozniti^nem z^ivnm ic>,llizlem,^) ^^etirmn iLstsitivum,