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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
Entstehung
Seite
171
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des Geistes/.Hauptstück. i?r

l'K. izy.GOttesWürckungin denen an-dern Geschöpften ausserden Menschen ist nur ei-nig/daß er ihnen das Leben / Weben und Seynf) giebt/ ob sie wohl durch die geschaffenen Gei-ster verwandelt werden. Man wolte denn auch indiesen dreyen Worten eine Dreyheit ttaruiren.

iz8. So ist demnach im ieden indi-schen Geschopffe ausser dem Menschen / ein ge-schaffener Geist/ ob gleich derselbe einige Geistin so viel^Kräfften sich hervor thut alsderCorver^Theile oder Gliedmassen hat.

l'K.izy. Sein Sitz ist allemahl in cemrooder mitten inne/wiewohl das cennum nichteben Mathematischer oder Circkelweise muß ver-standen werden.

7K. 140. Zum Exempel in denen Pflantzmund Bäumen ist er mitten in Saamen/ von darbreitet er den Lorpev unter der Erden in Wur-tzeln/ über der Erden aber in Stamm / Aest«/Blatter/Blüten und Früchte aus.

I'K. 141. Die Thiere/ sonderlich die »»ll-kommenen haben drey Lenrrz in ihren Leibern/welches die ^eclici drey Bauche zu nennen pfle-gen / weil deren ieder sein absonderliches Einge-weide hat: Das Gehirne/ das Herhe/ und derMagen.Unter diesen aberist dasHerh das Mittel-ste undHaupt-Lenc! um.als in welche das Blut/darinnen des Leibes Leben ist/wallet/und welche«der Hauptsitz ist / aller thierischen Begierden.

Wie.

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