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Versuch Von Wesen des Geistes Oder Grund-Lehren, So wohl zur natürlichen Wissenschafft als der Sitten-Lehre : Jn welchen gezeiget wird, daß Licht und Lufft ein geistiges Wesen sey, und alle Cörper aus Materie und Geist bestehen, auch in der gantzen Natur eine anziehende Krafft, in dem Menschen aber ein zweyfacher guter und böser Geist sey / Auffgesetzet und allen Wahrheit liebenden zur Prüfung übergeben Von Christian Thomasen
Entstehung
Seite
173
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des Geistes 7. Hauptsiück. 175

weil auch diesen dreyfachen Mirckungen in denendreyResidcntzen^erSeeledieBcwegungs-K:afft ^derer äusserlichen Glicdmassen fast auf gleicheWeise unterworsscn ist/iedoch dergestalt das; im-mer hierbei) das Hcrtze mit seinen Begierden denVorzug hat.

'1'j>. 14s. Diese Begierden der Tbiere brau-chen die Bewegung der äußerlichen Gliedmassenordentlich darzu/ daß dadurch das Seyn und dieTeuerung des Viehes befördert werde. Sietreiben die zu dem Magen dienlichen Sinnligkei-ten darzu an/daß sie/wenn sie sich selbst gelassensind/ nur solche Speise und Tranck in quanco 6cquzli verlangen / als zu ihrer Datierung am ge-schicktesten ist/ daß sie orde^lich die Vermehrung'ihres Geschlechts zu gewinn Zeiten begehren/nach Art und Beschaffenheit des Saamcns derordentlich in dem Viehe nicht zu hitzig noch zu geilnoch in grösserer Huzmirat ist/ als es ihre Art er-fordert.

146. Die Begierden desHerhens indem Vieh treibet dieEinbildungs-KrafftdesGe-hirnesdarzu an/ daß/ob sie schon keine abii^i-ones machen und rechnen kan/dennoch eine vev-nunfftige Einbildung von alle dem hat/ was demViehe schädlich un nützlich ist/und dieBewegungder ausserlichen Glievmassen darnach ciisponiret/es sey nun inVertheydigung ihzes Leibes ode? iluerZungen wieder diegegenwärtigeGewalt oderGe-fahr/oder inSuchungunGebrauchung dienlicher