des Geistes 7. Hauptstück. 179
als dem Gehirne den Sitz der Gedancken/.obschon dasselbe noch nicht einmahl so eine feste undlvliäe luKKzn? hat/ als das Hertze/ und s. V.von Rotze dem äuserltchen Ansehen nach nichtviel entfernet ist.
l'K. 157. Diese unterschiedene und sich selbstmehrentheils wiedersprechcnde Meinungen nunweitlaufftig zu widerlegen / läufft wider unserVorhaben/ und wird dannenhero genung seynwenn wir den hauptsächlichen Grund / aus wel-chen dererselben Wiedcrlegung herzunehmen ist/kürtzlich berühren und ausführen. Dieser aberbestehet darinnen / daß wir in unserer Gegen-einanderhaltung des Menschlichen Geistes mitdem Geiste der Thiere fortfahren/ und uns auffeines jedweden Menschen eigene Smnligkeit be-ziehen/ daß der Geist des Menschen auch darin-nen mit dem Geist der Thiere übereinkomme/daß die drey Haupt-Kräffte dieses einen Geistesin dem menschlichen Gehirne / Hertzen und Ma-gen auff gleiche Weise wie bey denen Thierenihre Thätlichkeit verrichten und auff gleicheWeise einander die Hand bieten wie bey denenThieren.
158. In dem Gehirne des Menschenist die Residentz seiner imz^nation und Einbil-dung/ in den Hertzen ist die Residentz seiner Be-gierden / und im Magen die Residentz der E»,nehrungs-Krafft aus der die Zcugungs -Kraffiherrühret. Das Hertz als das Mittelste cemru«;
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