des Geistes 7. Hauptstück. Hl
und ob er sich den Willen ohne Begierden/ dieBegierden aber ohne Liebe / und eine Liebe außerdcmHcrtzen euwildcu könne: Und kommet die-se unsere Lehre nicht nur mitder Schrifft sondernauch mit der Rede alier ^ernünsstigen Leute ü-bercin : Denn die Liebe soll eine hertzliche Liebeseyn/ und wenn ich sagte/ ich liebte jemand "vongantzcm Gehirne/ würde mich gewiß jedermanauslachen.
Di scn wird veröffentlich jed--weder Mensch Beyfall geben / der kein Cartesia-nerist. Was aber Cartcsium hierzu bewogen/daß er den Willen in das menschlich ' Gehirneemlogiret / und das Thun des mensthlichenVerstandes nemlich das Dencken / welches mbsjahenund vereinigen/ bestehet/ den Willen zu-geschrieben / und also Willen und Verstand un-tereinander geworffcn/ kau leichte anderswo ge-zeigerwerden. Allein indem ich auch gesetzt/ daßderWitt'- des m endlichen Hertzcns dieHaupt-Residcntz der menschlichen Seele sey/ die auchdie G'edanckcn und dei? Verstaiw beherrsche/ dar-innen besch-ide ich mich / daß ich alle heutige Uni.versiräts ?!->i!osopbie aujf den Halse ha.be/ alswelche bejahet / daß der Verstand den Willenverderbe und bessere /und daß die Haupt-Resi-sdentz der menschlichen Seele in Gehirne sey.
l'b. 162. Damit nun die Warhut diesermeiner Lehre / an welcher wahrbafftig der grösteTheil der nützlichsten Wahrheiten Hänger/ destoMz deut-