!88 Versuch von demWesen
'rl,. 18s. Und dieses Elend der Menschenist dest? grosser/ daß sie alles dieses Böse mit derEinbildung sieben als ob es etwas Gutes wäre/und daß sie durch Erlangung desselben / ihre Er-haltung zu befördern suchen; Denn die Liebs 5seine Daurung zu erhalten / ist allen Dmgmund also auch dem Menschen eingcofianht; jaMist die Wurkel der übrigen Begierden / weil wiralle Dinge darum lieben, weil sie zu unserer Er-haltung / nach unserer EinbitdnngMwas bey-tragen, iIK. 186. Daraus folgctferner/daßdevGeist'des Mnscken ein recht thörichter, und KämschebGeist / und viel närrischer fty / als der Geist indem geringsten Wurm / als-eincr Biene öde^Spinne. ^
i"K. -8 ^. Ja wenn man betrach eet/ daßH-aV ^len M-'nsthen und deren Hertzen diese drey unter-schiedene widerwärtige und streitende Willen'vermischt und vereinet sind / so befinden wir/daß dariiien auch zwischen den Menschen und deWThieren ein Unterscheid sey / daß in denen WiM,ren nur ein Geist im Hertzen wohne/ aber in jedemMenschen eine widerwärtige Dreyhett das Hertzbesitze/ die doch darinnen vereinigt ist/ wiesiedcnMenschen ruimre/ undunglöcklich mache.
'rl,. -88- Dieses sind die drey Furiennachdenen heydnischen Fabeln/ nach der Schlifft aberSie Welt/ (der Geitz) Belial/ (der Ehrgeitz)unddü-Fleisch (die Wollust.)
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