der Buchdruckerkunst.
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diese Worte liest*!): „Vier Unterfchulhalter die Kinder .... in den ersten An-fangsgründen bis zum Anfang des Donars, und nicht weiter, getreulich zu unterwei-sen;" und an der andern Stelle'): „Die Ordnung genau zu beobachten, um von demobengenannten Donat anzusaugen." Man weis in Wahrheit nicht, ob der Donat,wovon dieser Herzog redet, gedruckt oder geschrieben war; aber solche Ungewißheitkam, durch das oben angezeigte Verzeichnis^ der Bücher gehoben werden. An demEnde findet man diefe Anmerkung mit eben derselben Hand, als das Verzeichnißselbst, geschrieben.
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Wenn diese Anmerkung genau ist, (und es ist nicht die mindeste Ursache vorhanden,warum man das Gegentheil davon glauben sollte;) so muß man die Parthey des Lo-rcnz von Hartem, die mir selbst, außer dieser Anmerkung , verzweifelnd scheint,fahren lassen. Hat die Druckpresse dieses Hollanders gewiß Zug für Zug fo vieleunterschiedene Ausgaben, und das, fo zu sagen, von dem ersten Augenblicke der Er-findung an geliefert: so sollte eö ohne Zweifel ein ganz anderes Gerücht verursachthaben; alle seine Zeitgenossen und alle seine landsleute hatten sicherlich nicht von ihmstill geschwiegen. Wie? hat Jan Gcrbrand, Prior von den Karmelitern, der mitLamcnz in derselben Stadt, uud in demselben Jahrhunderte lebte, ihn nicht ge-kannt? Sollte Jan Veldenaer, der in, Jahr 1480 eine Chronik herausgab, inwelcher er von der Druckerkunst redet, nicht an seinen Landsmann gedacht haben?Ist es zu erwarten, daß man gar nicht ein einziges Wort davon bey NeyNt'erSnoy, bey Wlllem Heda, bey Gilles de Roya, bey Erasmus, und bey sovielen andern Schriftstellern, als das fünfzehnte Jahrhundert gegeben hat, und dieso ein großes licht über die Hollandifche Gelchrtengefchichte ausgebreitet haben, findensollte? Solch ein hartnackiges Stillschweigen müßte wahrlich wunderbar seyn; eswürde in der Finsterniß des vierzehnten Jahrhunderts statt finden, aber in dem fünf-zehnten ist es ganz unmöglich.
Und welch eine Rolle läßt man diesen Lomiz IanjbM oder Janzon spielen?Ißt ist er ein Erlauchter Abstämm^ig von dem Hause von Brederode, das in dergeraden Linie von den Grasen von Holland abstammte. Dann ist er wieder der Sohneines geringen Bürgers, der unter das allergemeinste und verachtetste Volk zu Hausegehörte; ein Anspinnet von Unruh und Verwirrung, ein Morder, und ein als solcherVerurtheiltcr. Hier ist er zu einerley Zeit ein achtbares Regierungsglied, und ein
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