Von den Präpositionen. §.522. 147
sltionen hat. Es war daher eine sehr unnöthigeNeuerung, wenn vor einiger Zeit viele sogenannteSprachkenner Fürbild, fürenthalren, Fürschrifr,Fürgänger, fürkaben, stirhalren, Fürsay,Lürscblag, furjchen, Fürjorge, fürwerfen,Fürrviy, Fürj'ehung u. s. f. geschrieben und ge-sprochen wissen wollen. In vielen dieser Wörter istdie Änderung so gar offenbar fehlerhaft, weil da-selbst wirklich vor und nicht für stehen muß.
§.522. Gegen, ist vermittelst der Ableitungs- Gey-nsy.lbe en von dem Wurzelworte geg gebildet. Es und gmbedeutet die Richtung nach einem Dinge zu, fowohlim Stande der Ruhe, als im Stande der Bewe-gung, und wird im Hochdeutschen in beyden Fallennie anders, als mit dem Accusativ gebraucht.
1. Eine Richtung im Stande der Ruhe, dieLage, Stellung: das Haus liegt gegen Mor-gen, gegen Abend, es harChüren gegen allevier lVelccheile, ein 2)erg der gegen die (Vüsste sicher, 4Mos. 21. Es wird indessen im Hoch-deutschen nur noch in einigen Fallen in dieser Be-deutung gebraucht; in andern sind jetzt andere Prä-positionen üblich. Im Oberdeutschen verbindetman es in dieser Bedeutung nach der Analogie an-derer Präpositionen, wenn sie einen Stand der Ru-he bedeuten, mit dem Dativ: er saß gegen derThür des Haufts, Esth. 5; es stunden dreyMänner gegen ihm, i Mos. 18. Im Hochdeut-schen ist der Dativ ungewöhnlich; außer wenn ge-gen mit über und zu verbunden wird: er rvohncgegen dem Rachhause über, oder dem RarhsHaufe gegen über, er stand gegen nur über,oder mir gegen über, wo aber der Dativ von überHerzuruhren scheinet. Ferner mit zu, gegen der
K - "Sradr