Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
148
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-48 i. Th. 2. Abschn. 10. Kap.

Stadt zu wohnen, welche ganze Forin doch imHochdeutschen ungewöhnlich ist, wo man lieber sagt,nach der Stadt zu.

2. Eine Richtung im Stande der Bewegung,sowohl a. eigentlich, theils einer körperlichen Be-wegung: mir dem Lager gegen die Sradr rü-cken, die Hand gegen jemanden ausstrecken,der Druck der Schwere gegen den Boden,sich gegen jemanden neigen. Theils einer un-körperlichen Handlung: Liebe, Achtung, Ehr-furcht, Mitleiden gegen jemanden haben,freundschaftlich, feindselig, dankbar, undank-bar gegen jemanden gestnnet seyn, gegen alleErmahnungen raub seyn, die Pflichten gegenGort, gegen andere, vertraut gegen jeman-den thun, Ungehorsam gegen die Altern, ge-gen etwas gleichgültig seyn. Als auch b. figür-lich, einen Widerstand, eine entgegen gesetzte Rich-tung, wie wider: gegen den Strom schwim-men, gegen den N)ind segeln, gegen die tVandrennen, was kann ich gegen Gewalt? gegenjemandes Desehl handeln, gegen unsere Er-wartung, sich gegen jemanden empören, eineArzeney gegen das Fieber. Man hat diese Be-deutung getadelt, aber gewiß ohne Noth und Grund;man sehe mein Wörterbuch. Ferner eine Vertau-schung, ein Äquivalent: die Nriegesgesangcnengegen einander auswechseln, tVaare gegenN)aare, Geld gegen N)aare geben, gegenbare Bezahlung, seine Ehre gegen eine Klei-nigkeit aus das Spiel seyen, ich wette hun-dert gegen eins. Eine Vergleichung: gleichwieein Tröpfchen Wasser gegen das Meer, einesgegen das andere halten, der Apfelbaum istein Zwerg gegen die Eiche, gegen uns bist du

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