Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
149
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Von den Präpositionen. §. 522.523. 149

noch glücklich, was ist der Tod gegen ein Le-ben ohne dich? DieNähe desOrteö und derZeit:gegen das Ende des Blattes, des Tages, ges .gen Morgen, gegen Abend, gegen den Herbst,gegen die Mejse.

In dieser ganzen zweyten Hauptbedeutung wirdgegen im Oberdeutschen beständig mit dem Dativverbunden, wovon sich auch in der Deutschen Bidelhäufige Spuren finden: eure Garben neigtensich gegen meinen Garben, i Mos. z?, du solltdich nicht also halten gegen dem Herrn,5Mos. 18, da zog Iuda gegen ihm, iMacc. z,so wäre es doch nichts gegen deiner wohl-that, Tob. 9. Im Hochdeutschen ist dieser Dativallemahl ein Fehler, das einige gegen über aus-genommen.

Gen ist aus dem vorigen zusammen gezogen,und um dieser fehlerhasten Zusammenziehung wil-len, welche den Bau des Wortes zerstöret, in deranständigen Schreibart der Hochdeutschen veraltet.Die gemeinen Sprecharten gebrauchen eS noch häu-fig vor den eigenen Ortsnahmen gen Leipzig , genFrankfurt reisen, besser nach. Das Wort Him-mel ist das einige, vor welchem es noch im Hoch-deutschen gebraucht wird, in welchem Falle aber das-selbe keinen Artikel haben darf: die Augen genHimmsl richten, seine Hände gen Himmelausbreiten, gen Himmel fahren. In derSchifffahrt ist eS außer dem noch von der Rich-tung des Windes üblich: der N?ind ist Nordgen Ost.

§. 52z. Vhne bedeutet allemahl ein nicht Da- Ohne undseyn, einen Mangel, eine Abwesenheit: ohneSor- sonder,ge seyn, ohne mich könnet ihr nichre, ohne

K z einigen