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Bd. 2 (1782)
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26c> i.TH. z.Abschn. Zusammensetzung.

genommen sind hier mir die Zahlwörter dreyzehen,vierzehen u. s. f. bis neunzehen, wo eigentlichUnd ausgelassen ist.

2. Wenn der erste Theil den zweyten nichtwirklich bestimmet. Daher sind die im gemeinenLeben so gangbaren Viertelehle, Drirrelmeile,Viertelpfund, Achtellsrh u. s. f. fehlerhaft , weildas Grundwort wider die Analogie voran stehet.Sollen sie wahre Zusammensetzungen ausmachen,so müssen sie umgedrehet werden: ein Ahlenvier-tel u. s. f. wie man sagt Jahrhundert. ViertelAhle, ein Achtel Loth laßt sich auch nicht füglichschreiben, weil hier eine Ellipsis ist; also lieber voll-standig, ein Viertel einer Ehle, ein Achtel ei-nes Loches.

z. Wenn das Bestimmungswort seine Stelleverändern muß: Sturm laufen, weil ich sagenmuß, sie liefen Srurm. Ausgenommen sind hierwieder die Verba mit unächten Zusammensetzungen,S. den vorigen §.

4. Wenn der bestimmende Theil die gewöhn-lichen Biegungszeichen behalt, wohin besonders dasSubstantiv mit seinem Bestimmungsworte unterdieser Bedingung gehöret. Folglich getheilt, lan-ge Meile, junge Magd, geheimer Rath, krau-se Münze, der hohe Priester, das hohe Lied,aller Heiligen, aller Seelen, widrigen Falls,folgender gestalt, zwey Drittel, drey Viertel,einiger Maßen, gewisser Maßen, andernTheils, größten Theils, das erste Mahl u. s. f.so wie man schreibt, ich meines Cheüs, mei-nes iVifsens, hiesigen Grtes. .Aeinesweges,unrerwcges, allezeit, jederzeit und andere Um-standswörter, wo der bestimmende Theil seine Bie-

gungs-