Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
364
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z64 i. Th. 4.Abschn. Syntax.

Al« »or §. 66z. Im gemeinen leben ist es sehr gewöhn»Relativen, licl) den Relativen zu genauerer Bestimmung nochein als vorzusetzen, welches aber in den meisten Fäl-len unnöchig ist, und die Rede nur schleppend macht,weil das Relativum selten eine nähere Bestimmungbedarf, als es in sich selbst enthält: die vier erstenGedichte, als welche zuerst heraus kamen;unser gemeinschaftlicher Freund, als welcherbereits angekommen ist, sagte es mir. Wel-ches auch von relativen Partikeln gilt: was sichan den Gränzen zuträgt, als wohin er auchselbst reiset; als wozu schon der Befehl er-gangen ist.

Der Imperativ verträgt, vermuthlich wegen sei-ner scharfen Bestimmung, kein Ralativum vor sich,fondern erfordert ein Determinarivum nach sich: esstehet im vierten Rapircl, welches siehe, bessersiehe dasselbe; hier ist ein Blatt, welchesnimm, bester nimm dasselbe.

Auslassung §.664. Wenn zwey durch ein Relativum Her-des der. bundene Sähe umgedrehet werden, so daß der sichauf wer beziehet, und folglich eigentlich determina-tiv ist, so kann es auch oft wegbleiben, wenn keineschaffe Bestimmung nothwendig ist: wer reichwerden will, fällt in Versuchung, für derfällt u. f. f. Ist eine genaue Bestimmung noth-wendig, oder ist der Vordersah lang, so darf es nichtwegbleiben; wer da will selig werden, der u. f. f.wer sich begnügen läßt, der ist der reichste.Überhaupt findet diese Auslastung nur im Nominati-ve Statt, nicht aber in den übrigen Casibus: wemGott ein Amt gibt, dem gibt er auch Ver-stand.

6. Fra/