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jecte verneinend und bey dem andern bejahend ist, da«her sich auch das Verbum nicht auf alle erstreckenkann. Eigentlich sind diese Ausdrücke elliptisch, fürdie vollständigem: ich habe es nicht befohlen,sondern der Röntg hat es befohlen.
Ist aber ein gemeinschaftliches Prädicat vor-handen, so muß das Verbum im Plural stehen. Esist daher, wie schon g-dacht, ein Fehler, wenn manes, wenn es voran siehet, in den Singular seht: dasmuß er und fein Bruder wissen. Und es, wennverschiedene Pri sonen vorkommen, nach der nächstenbeugt: wenn wirft du und Gempronius kom-men ? Wo sich die Unschicklichkeit durch eine Appo-sition oder andere Wendung leicht vermeiden läßt:das müssen sie, er und fein Bruder, wissen;wenn werdet ihr, du und Sempronius kom-mend oder wenn wirft du mit dem Sempro-nius kommen? wo sich im letzten Falle das Ver-bum nur allein auf die zweyte Person beziehet»
z. Gebrauch der Zeiten.
Verwechse, §. 67z. Wir haben es hier vornehmlich mit denKmg der Zeiten des Indicatives zu thun, indem die ZeitenDe-ten mit des Conjunctives im folgenden vorkommen werden,«nander. drey Hauprzeiten sollte eigentlich das Prä-
sens allemahl die gegenwärtige, das Präteritum dievergangene und das Futurum die künftige Zeit be-zeichnen. Im Ganzen wird solches zwar sehr rich-tig befolgt; allein es zeigen sich doch hin und wiedermanche Abweichungen, besonders in Ansehung desPräsentis und Futuri, ohne Zweifel, weil beyde Zei-ten in der ersten Kindheit der Sprache nicht voneinander unterschieden wurden, daher das Präsens,wie in m"hr alten Sprachen, das Futurum mit ver-treten mußte. Dieses erhellet unter andern auch
daraus,