Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
380
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ZFo I.TH. 4.Abschn. Syntax.

her e6 in einer zusammen Hangenden Geschichte amHäufigsien gebraucht, und um deswillen auch daswahre Tempus historicum der Hochdeutschen ist.Dieser Fall ist eine Figur des vorigen, indem die aufeinander folgenden Begebenheiten hier als in einan-der gegründet angesehen werden: Adam lebte vondem, was der Erdboden freiwillig trug,Cain war ein tVilder und Abel ein Landsbauer und Viehhirc; die Menschen vermehr-ten sich unter diesen Umständen sehr schnell,u. s. f. wo die ganze Geschichte in diesem Tempor«fortläuft, wenn nicht ein anderes Zeitverhältniß ineinzelen Gliedern der Rede ein anderes Tempus er-fordert, worauf aber doch die Erzählung so gleich wie-der in das Imperfect tritt. Daß indessen dieserGebrauch des Imperfectes seinen Grund nicht in derNcrm- der Sache hat, sondern ursprünglich wirk-lich willluhrlich war, erhellet nicht allein aus der la-teinischen und andern Sprachen, welche hier sehrhäufig das P^-fectum gebrauchen, sondern auch ausmanchen gc!.i?inen Oberdeutschen Mundarten, inwelcbm das Perftctum das eigentliche historischeTempus ist.

Unter diese beyden Regeln werden hoffentlich die«leisten und wichtigsten Fälle gehören, in welchendas Imperfect gebraucht wird, und in dunkeln Fal-len wird mchrentheils die erste Regel zum Grundeliegen. Z. B. so wie das Bedürfniß den Men-schen lehrte, die Thiere zu seinem Unterhaltezu zähmen, so lehret es ihn auch, wenn ihmder Raum zu enge wird, das Pflanzenreichzu zähmen; wo in der That der Vordersatz aufdie oben gedachte Art mit dem Nachsäße verbundenist, und überdies? das Ganze eine Art zusammen han--.Sender Erzählung ausmacht. Soll indessen das

Ganze