Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
381
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i. Kap. 6. Verbum. §. 677. M

Ganze als ein emzeler Saß bekrachtet werden, sokann es auch im ^> rftcto heißen: so wie das Be-dürfniß gelchrcr hat, worauf denn der Nach-saß, wenn er gleichfalls als vn gangen dargestelletwerden soll, lieber wieder in das Perfectum als in dasImperfectum gefetzet wird.

Das perfeemm hingegen stehet, wenn einevergangene Verär.oerung für sich allein, und ohneBe^iehnnq auf eine andere Begebenheit vorgestelletwird: es har geblilzr; er ist schon weggegan-gen. Wer da anfangt, es blitzte, er ging weg,der erreget die Erwartung einer zusammen HangendenGeschichte, jener aber nicht. Es kann daher dasPer-fectum auch gebraucht werden, wenn man mehrereBegebenheiten als einzeln oder nebm einander gestellt,(nickt auf einander folgend,) darstellet: ein Zxaperhat die Nachricht gebracht, daß der Feindgeschlagen rvorden. Der Befehlshaber hacallen Einwohnern befehlen lassen, die Inselzu räumen, und viele haben sie schon wirklichverlassen. Ierzr hat die Luft ihre balsami-schen Gerüche verloren, ihre Heiterkeit ist inNebel und feuchte 5Volken entwichen, dieSchwalbe ist verschwunden und die Nlelodieder Vogel ist verstummt. Eine zusammen Han-gende Erzählung erfordert allemahl das Jmperfect;allein die fragmentarische, d.i. die, welche dieBe.gebeuhciten neben einander stellet, kann oft in den Tonder vorigen fallen, so bald sie den Zusammenhang zubeobachten anfangt: der Feind hat den Einwoh-nern befehlen lassen, dieInfel zu räumen,wel-ches sie auch mic fo großer Eilfertigkeit tha-ten , daß sie auch ihre besten Sachen darübervergaßen. Er hat so schön geranzt, daßalle Anwesende ausriefen: welch ein Tänzer.

§. 6?8.