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einen Zwischen sah behandelt, und ihn ans solche Artin den Vordersatz cinschiebet, daher sie wegfällt, sobald man beyde gehörig trennet: wir wollen dirhiermit — anbefehlen, daß du solches u. s. f.wie er es verantworten wolle, daß u.s. f. Aufwelche Art auch wahre Zwischensätze ost in Neben-sätze verwandelt werden können und müßen, wenndadurch das Verbum zu weit von der Anfangs-Par-tikel , oder auch von seinem Adverbio getrennet wer-den sollte.
Noch unerträglicher wird der Kanzelley - Styl,wenn er ganze lange Perioden als einen einigen Sahbehandelt, und alle übrige Säße als Zwischensätzezwischen dem Verbo und seinen Bestimmungen ein-schiebet, oder wohl gar mehrere solche in einander ver-schrobene Sätze auf obige Art in einen zusammendränget, da er denn gewiß versichert seyn kann, vonniemanden unter dem Monde verstanden zu werden,ob es gleich scheinet, das? dergleichen unnatürliche Pe-rioden in den Oberdeutsche» Kanzelleyen für vorzüg-liche Schönheiten gehalten werden müssen.
I!l. Von der Inversion oder Abweichung vonder gewöhnlichen Wortfolge um des Nach-druckes willm.
^Mirnnz §. Fo6. Die bisher beschriebenen Arten derierftlbcn. Wortfolge machen die gewöhnliche aus, welche die,Natur der Rede oder die Gemüthssiellnng des Spre-chenden erfordert. Indessen ist der Deutsche an die-se Arm, der gewöhnlichen Wortfolge nicht so strengegebunden, daß er nicht um des Nachdruckes, und ostum der bloßen Abänderung der Rede willen, davonsollte abweichen können, und diese Abweichung wirddie Inversion oder Versetzung genannt.
Der