Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
559
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2.K. Von der Folge der Wörter. §.8c>8. 559

mahl einer Frage und der ihr ähnlichen GcmüthS-srelluugen zerstöret wird, so wird sie nur der höhernSchreibart, und auch hier nur in Fragen und Aue-rufungen erlaubt, wo die Stimme dieses aufgehobeneMerkmahl allenfalls ersetzen kann, und auch als-dann findet sie nur Statt, wenn das Subject einSubstantiv ist, da es denn hinter dem Verbo ver-mittelst eines Pronominis wiederholtet werden muß/,die ewige ^achr, rvas ist sie sonst, als einzorniger BlicL von dir! die Blüthe der Ge-sundheit, wie bald verwelkt sie in Arafrlo-sigkcir und Zxranrheit!

In allen diesen Fällen ward ein Nebenbegriff indie Stelle de6 Hauptbegriffes oder Subjectes gefetzct.Allein es gibt noch einige andere Arten, wo es er-laubt ist, Nebenbegriffe in dem Säße selbst zu ver-sehen. Einige der gewöhnlichsten sind bereits in deinvorigen bey der gewöhnlichen Wortfolge gelegentlichmit bemerket worden. Hier will ich de> en noch zwe»anführen, weil sie vornehmlich auch um des Nach-druckes willen gebraucht werden, i. Der Dativkann, wenn er dem Accusativs vorstehen sollte, dem-selben folgen: ich gebe den Räch dir; laß die-sen einzigen Trost der leidenden Unschuld;der Milch aus dem Felsen und tVein sich er-schuf, Willam. Die Bestimmungswörter des Ver-bi nehmen in der natürlichen und fragenden Wort-folge in der Schärfe der Bestimmung zu, je wei-ter sie sich von demselben entfernen, in der verbin-denden aber, je naher sie demselben rücken. In bey-den Fällen wird die Aufmerksamkeit vorzüglich aufden Dativ gerichtet, wenn er dem Accusative nach-gesetzet wird. 2. Die höhere Schreibart psiegt zu-weilen, gleichfalls um des Nachdruckes willen, einenUmstand, oder Casum des Verbi, zwischen das Sub-ject

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