Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
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560
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560 i. Th. 4. Abschn. Syntax

ject und das Verbum zu setzen, in welchem Fallsdas Subjit durch ein Pronomen hinter dem Verbowiederholtet werden muß: die Freude des ver-jüngten Jahres, überall blickt sie hervor; derboje Mensch, gestern läugnete er es mir noch,oder der böse Mensch, mir läugnere er es nochgestern; für, der bose Mensch läugnere es mirgestern noch.

Es gibt freylich noch Manche andere Arten derVersetzung, wovon aber die wenigsten empfohlen zuwerden verdienen, theils wnl sie der Sprache zuviele Gewalt anthun, theils aber auch, weil sie dieAbsicht einer jeden Inversion, den Nachdruck, nichtbefördern. Dahin gehöret z. B. wenn das Ver-bum in der verbindenden Wörtfolge vor dem Nenn-werte siehet, an Statt, daß es den Beschluß der Re-de ausmachen sollte: daß wer zu menschlich ist,nicht vernehme das Ach derer, die sterblichsind, Klopst. wo die gewöhnliche Wortfolge ohneallen Nutzen zerrissen ist. Überhaupt läßt sich dasVerbum nicht leicht auö der ihm einmahl bestimm-ten Stelle verdrängen.

Versetzung §. 809. Die Versetzung ganzer Säße geschiehetganzer gleichfalls vornehmlich um des Nachdruckes willen,Satze. bestehet besonders darin, daß der Nachsatz in

die St ile des Vordersatzes gesehet wirdi warumer das gethan hat, begreiffe ich nicht, für ichbegreiffe nicht u. f. f. daß er heute kommenwird, rveiß ich. Sie hat gleichfalls die Wirkung,daß in dem versetzten Vordersahe das Subject hin-ter seinem Verbo tritt. Nur vermeide Man hier alledunkele und harte Verstzungen, welche der Ver-siä'idlichkeü schaden, ohne diesen Nachtheil an demNachdrucke wieder einzubringen; besonders die Ein-

schiebung