Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
569
Einzelbild herunterladen
 

Z.Kap. Sätze, i. Ihre Arten. §. 812. 569

in die Stelle des Prädicates gerathen sind, dahexgraben und heicer nicht anders als grammatischeoder kunstliche Subjecte betrachtet werden können.Dahin gehöret auch das unpersönliche es, wenn esein bestimmtes Subject unbestimmt ankündigt, undin Fragen, wenn mit einem unbestimmten Frage-Worte nach der Beschaffenheit eines Dinges qefrageSwird: rvas für ein Mann ist das? rvie großrvar die Summe? In allen Fällen kann derNahme des Subjectes wieder auf mancherley Arenäher bestimmt werden, und zwar bey selbständigenDingen durch concrescierte Bestimmungswörter,durch den Genitiv, oder eine Präposition mit ihremCasu, bey unselbständigen Begriffen aber durch Ad«verbia, und wenn das Subject ein Infinitiv ist,auch durch den Casum Verbi , oder durch eine Prä-position mit ihrem Casu.

Das prädicar enthält die Bestimmung desSubjectes, und ist daher der wesentlichste und vor-züglichste Theil des Satzes, weil er dem Subjectedie ganze Aufklärung ertheilet, oder vielmehr, weildas Subject bloß um des Prädicates willen da ist.Da nun diese Bestimmungen sehr vielfach sind, soist auch das Prädicar von sehr verschiedener Art.Eigentlich bestehet es aus zwey Theilen , einemunselbständigen Begriffe, welcher die eigentlicheBestimmung enthält, und der Verbindung dessel-ben mit dem Subjecte; der erste macht das Präsdicat im engsten Verstände aus, die zweyte aberwird gemeiniglich die Copula, und im Deutschendas Verbindungsrvorr, aber da dieser Ausdruckzweydeutig ist, und auch von gewinn Conjunctio-nen gebraucht wird, bestimmter das Einverlei-bungsrvorr genannt. Da der Einverleibungö-begriff verschiedener Verhältnisse und Nebenbegriffs

N n 5 fähig