Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1782)
Entstehung
Seite
775
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».Kap. ElnzelerBuchstaben. §^57.58. 775

merklicher ist, obgleich auch hier das ß den Vorzugzu verdienen scheinet. Doshaft und Ooshcic müs-sen bittig doßhasr und Voßheit geschrieben wer-den, weil das 0 gedehnt, und der Sauselaut geschärftlauten, sie auch nicht zunächst von böse, sondern vonsich erbößen herstammen.

Daß das s am Ende der Sylbe sowohl den ge-linden als geschärften Sauselaut,, wenn dieser ausjenen? entstanden ist, oder in der Biegung in jenenübergehet, das Eis, des Eises, der preis, .preisen, und das ß das gedoppelte s am Ende derSylbe vertritt, daß, Schloß, Schlosser, ist be-reits in dem ersten Theile erinnert worden.

Da das s vor einem ausgesioßenen e dennochseine lange Figur behält, so sollte man auch billigverlassener, er iss'r für issec schreiben. Allein,hier ist das ß gebräuchlicher, verlaßner, ißt. Aberstatt des ßr ein bloßesst zu gebrauchen, er läjr,stöst, ist, ist ein wahrer Fehler.

§. 58. Daß das sch aus guten Gründen nie ver- Von demdoppelt wird, wenn gleich der vorher gehende Vocal ^geschärft lautet, waschen, die raschen Pferde,ist bereits in dem vorigen bemerket worden.

In den aus dem Französischen entlehnten frem»den Wörtern, welche bereits das Bürgerrecht erhal-ten haben, vertauscht man das ch billig mit demgleich lautenden sch: Laschine, Maschine, Scha-lotte, Schaluppe, Marschall, kuschen, Marsch,marschieren, Tusche, und wenn man will, auchMische, oder noch richtiger, um die Dehnung nichtzu verkennen, l^iesche. In andern behält mandas ch mit eben dem Rechte bey, zumahl wenn sieauch in andern Stücken ihre fremde G stall behaltenmüssen: Chagrin, Chaise, Charlacan, Cheva- '

Lec 4 lier,