M ( 5- ) 5S
sondern brechet einmahl durch alle Hindernissen edelmühtighindurch; weil doch kein ander Weg und Mittel zum Lebenund zur Erhaltung eurer Seelen zu finden ist. Flehet denHErrn selbst um seine Gnade inbrünstig und unablässig an.Ringet und kämpfet so lang/ biß ihr den Sieg erhalten undden Seegen davon getragen habt. Dis ist eine Arbeit/ dieeuch in Ewigkeit nicht gereuen; sondern die euch in eurerTodes Stunde erquicken und erfreuen wird.
Doch! ist schon meine Arbeit in Ansehung dieser allerfruchtlos; und ohne Nutzen gewesen: so ist dieselbe dochnicht vergeblich undunnnt; an euch gewesen/Begnadigteund Heylbegierige Seelen? Es sey/ daß der HErr michzu einem Mittel und Wercheug eurer Busse und Bekeh-rung gebrauchet hat; oder daß das m euch bereits angefan-gene N)erck der Gnaden durch meine schwache Arbeit auf-gewecket und befördert worden. Ihr seyd meine Freudeund meine Arone am Tage des Ruhms. Eure treue Vor-bitte hat mir Kraft in meinem schweren Ambte beygesetzt.Eure Ermunterungen haben mir in meinen SchwierigkeitenMuht gegeben / und in eurem liebreichen und erbaulichenUmgang dab ich viel Erqutcrung gefunden. Wan ruchloseSatans-Sclaven und bürgerliche Man!-und Fen-chel-Christen mich beynahe Müde und Muhtloß gemachethatten; dan hat nur eure aufmerksame und unmmweteLern- und ILrdaunngs-Begierde zu einem kräftigenSpohr gedienct / um mit unverdrossenem Eyffcr in demWcrcre des HErrn fortzufahren. Und also würde es nie zudtefer traurigen Trennung gekommen seyn/ wenn nicht einemächtigere Hand dieses L^ebes-Band dein anßwendigen nachgebrochen. und aufgelöset hätte. Wie gerne hätte ich sonstdie mir noch beftimmete/ vielleicht wenige Taae unter euchbeschliessen/und meine noch übrige Kräfte zu eurem Nutzenverzehren und aufopfern wollen/ wenn es des HErrn Willealso gewesen wäre. Aber nun ist es in dem Naht der Heili-
G ij gen