Rupferdruckerey. 4 r z
oder Ecke, mit einem saubern weissen Tuch; Sodie-selbige nun ziemlich warm worden, so leget man sieauf den Tisch/ schwächet sie alsdenn um einem Bal-len allenthalben fein wohl ein; Man muß aber wohlachtung geben, daß alle Linien, oder Risse, der Ku-pferplatten emgeschwärtzet werden. Ist der Vallzu vor schon gebraucht worden, so darf man nicht soviel Gchrvärye darauf nehmen; Ist er aber nochneu, so muß man drey, oder viermal mehr Schwar-ys, als zuvor nehmen.
Anmerckungcn, welche bey Abdruckung derRupferplatten zu rvisien nöthig sind. "
1) Muß man den Ballen so wohl, als das Tuchzum abwischen vor Sand bewahren, und an einensaubern Ort legen. Denn wenn sich etwas unreinesanhängen sollte, so wird es viel Ritze auf der Rupfer-plarcen verursachen, und also die Arbeit sammt der
> Platte verderben, welches auch geschieht, wann derBall von der daranhangenden Schrvärye sehr hartund alt worden ist. Man muß also dasselbige fein rundab-und hinweg schneiden.
2) Wenn nun die Schrvarye auf die Rupferplat-te getragen, so nehme man ein anderes sauberes Tuch,(nicht dasjenige, so man in der Hand hat, und die
' Platte damit halt) und wische damit die Schwachefein gleich und fleißig ab, hernach nehme man wie-
!' derum ein anderes sauberes Tuch wische es noch fleis-siger und letzlich mit dem Ballen der Hand, welchenman vorhero in ein wenig geschabteKreiten eingedunckt,aufs sauberste ab. wische hernach die Hand an ei-nem saubern Tuch, entweder so du in der Hand,
^ oder sonsten an einem Ort liegen hast.
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