Fünftes Fragment.
Ueber die Auferstehungsgeschichte.
§§. ,,5)ie Vornehmste und erste Frage, worauf das„ganze neue System« der Apostel ankömmt, ist demnach„diese: ob Jesus , nachdem er gelobter worden, wahr-„hastig auferstanden sey? Da beruft sich nun Matthäus„anfangs auf daö fremde Zeugniß der Wachter Pilari,,,welche er auf Begehren des jüdischen Rahts bey dem„Grabe gesteller, und welche mit ihrem grossen Schrecken„Jesum aus dem Grabe hervorbrechen gesehen, auch diese..Geschichte den Hohenpriestern und Aeltesten verkündigetschatten. Die Erzählung lautet umständlicher also:,'"Des andern Tages nach der Kreuzigung Jesu, das ist,„"am ersten Oster-Tage, als den fünfzehnten des Mo-„"nats Nijan, kamen die Obersten der Priester und die„"Pharisäer, welche den hohen Naht ausmachten, fämt-„"lich zu dem Romischen Landpfleger Pilato, und fpra-„"chen: Herr, wir sind eingedenk worden, daß diefer„"Verführer Jesus, den du gestern hast kreuzigen lassen,„"gesagt hat, wie er noch lebte: er wolle drey Tage Hers„"nach, wenn er getödtet wäre, wiederum lebendig auf-zuerstehen. Demnach bitten wir inständig, befiel doch,„"daß man das Grab, wohin er gelegt ist, verwahre bis„"an den dritten Tag, anf daß nicht irgend seine Jünger,,"inzwifchen des Nachto kommen, ihn aus dem Grabe„"heimlich wegstehlen, und hernach zum Volke sagen:„"Er ist auscrstauden von den Todten, Denn auf solche
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